
Misstrauen, Panik und Herdenverhalten –
Psychologie versus Rationalität
Prof. Dr. Werner Neus
Sendezeit: So. 14.03.2010, 8.30h
Ausgehend von Ludwig Erhards Bemerkung „Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie“ beschreibt Werner Neus in diesem Vortrag, dass unvernünftig erscheinende Verhaltensmuster wie das Aufkommen und Zerbrechen von Vertrauen, Preisblasen, Herdenverhalten und Panik nicht Ausdruck psychologisch motivierter Irrationalitäten sein müssen, sondern durchaus auf Basis eines individuellen Rationsverhaltens erklärt werden können. Zur Verdeutlichung dienen Rating-Agenturen, das Verhalten von Wertpapierhändlern und Schalterstürme auf Banken, jeweils mit Bezug auf die Bankenkrise seit 2007.
Werner Neus, geb. 1959 in Bonn |
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1979 - 1984 |
Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln |
1985 - 1988 |
Wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Finanzierungslehre der Universität Köln |
1988 - 1989 |
Wiss. Mitarbeiter ebenda |
1989 - 1995 |
Wiss. Assistent ebenda |
1993 |
Lehrstuhlvertretung an der Universität Bonn |
1993 - 1994 |
Lehrstuhlvertretung an der RWTH Aachen |
1994 - 1995 |
Lehrstuhlvertretung an der Universität Tübingen |
seit 1995 |
Leiter der Abteilung Betriebswirtschaftslehre I (Bankwirtschaft) an der Universität Tübingen |
1998 - 2000 |
Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen |
2004 - 2008 |
Direktor des Wirtschaftswissenschaftlichen Seminars der Universität Tübingen |
2005 |
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Finanzwirtschaft |
seit 2009 |
Studiendekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen |