
Was vom Manne übrig blieb ...
Buben und Männer nach vierzig Jahren Feminismus
Prof. Dr. Walter Hollstein
Sendezeit: So. 30.05.2010, 8.00h
Männer verfügen über Macht, verdienen mehr Geld als Frauen, sind hart, leistungsbereit und potent. Längst bröckelt dieses noch immer gängige Männlichkeitsbild in einer weiblicher werdenden Welt. Das starke Geschlecht ist - jenseits der Manager- und Machorolle - in die Krise geraten.
Obdachlosigkeit, Suchtkrankheiten und Suizid treffen deutlich mehr Männer als Frauen, und vor allem die männlichen Jugendlichen sind zum Problemfall geworden. Sie sind unsicher in ihrem Selbstverständnis und in ihren Beziehungen, werden häufig verhaltensauffällig, schneiden in Ausbildung und Studium meist schlechter ab als Mädchen. Der Themenschwerpunkt beschreibt und analysiert die Situation, in der sich Jungen und Männer in modernen Gesellschaften heute befinden.
Walter Hollstein, geboren 1939 |
Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften in Basel und Münster/Westf. |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster |
Promotion |
Journalistisches Volontariat bei der "National-Zeitung" in Basel |
Redakteur (Redaktor) bei der "National-Zeitung"); anschliessend Westschweizer Korrespondent der „National-Zeitung“ und der "Weltwoche" (Zürich) in Lausanne und Genf |
Reisekorrespondent in Nahost (Beirut und Kairo) |
Rückkehr nach Basel und Aufbau alternativer Projekte (Kommunikationszentrum, Buchhandlung etc.) |
Ab 1971 Professor für politische Soziologie an der Ev. Hochschule Berlin-Dahlem |
Mitglied der Enquete-Kommission für Jugendfragen des Deutschen Bundestages |
Gutachter des Europarates für Jugendkriminalität |
Mitbegründer der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Männerforschung" (Wien) und der "AG Männer- und Geschlechterforschung" (Berlin) |
Gutachter des Europarates für Männer- und Geschlechterfragen |
2000-2006 Professor am Institut für Geschlechter- und Generationenforschung an der Universität Bremen |
Ab 2007 freier Autor und Soziologe in Basel |
Ab 2010 Leitung der Männerberatung ProMann für die Region Basel |