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Magieglaube und Esoterik.
Brauchen wir eine neue europäische Religionsgeschichte?

Prof. Dr. Monika Neugebauer-Wölk
Sendezeit: So. 18.07.2010, 8.00h

Zum Vortrag

Der Vortrag plädiert dafür, den neuzeitlichen europäischen Magieglauben als ein Thema der Religionsgeschichte zu verstehen, nicht nur als Ausdruck eines spezifischen gesellschaftlichen bzw. kulturellen Verhaltens. Denn Magieglaube ist keine anthropologische Konstante, sondern ein historisches Phänomen, dessen jeweiliger Entwicklungsverlauf datierbar und beschreibbar ist. Das spezifische europäische Muster entwickelte sich seit dem 15. Jahrhundert in deutlicher Absetzung zu mittelalterlichen Glaubensvorstellungen. Zeitlich parallel zum Konzept des Hexenglaubens entwickelte sich auch ein positiv akzentuierter Magieglaube, der heute unter dem Begriff der „Esoterik“ gefasst wird.

Zur Person

Monika Neugebauer-Wölk, geboren 1946 in Berlin

1966-1971

Studium der Geschichte und Germanistik an der Freien Universität Berlin

1972-1989

Wissenschaftliche Assistentin und Geschäftsführerin an der Historischen Kommission zu Berlin

1978

Promotion an der Freien Universität Berlin

1989

Habilitation im Fach Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin

1989-1992

Lehrstuhlvertretung im Fach Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Oldenburg

Seit 1993

Professorin für Geschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts an der Universität Halle-Wittenberg in Halle

Ab 1994

Mitglied des Direktoriums des „Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung“ in Halle

1998-2000

Präsidentin der „Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts“

Ausgewählte Veröffentlichungen