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Frieden ist das Meisterwerk der Vernunft
Eine neu politische (Un-)Ordnung der Welt?

Prof. Dr. Dieter S. Lutz
Sendezeit: So. 21.05.2017, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 06.10.2002

Zum Vortrag

Mit dem glücklichen Ausgang des Ost-West-Konflikts verschwand das Sowjetreich, der Warschauer Pakt und die beständige Gefahr eines Atomkriegs. Dass mit dem Ende des Kalten Krieges auch die eigene Verwundbarkeit verschwunden sei und deshalb auf eine Kultur des Dialogs weitgehend verzichtet werden könne, war und ist indessen ein dramatischer Irrglaube. Hochentwickelte Gesellschaften bleiben auch künftig anfällig. Im Gegenteil: Ihre Verwundbarkeit nimmt mit dem Grad ihrer Entwicklung sogar beständig zu. So vorausschauend und eindringlich warnte der Friedensforscher Dieter S. Lutz bereits im Jahr 2002 vor einer überheblichen und allzu sicheren westlichen Perspektive.

Zur Person

Dieter S. Lutz, geboren 1949 in Gaildorf

1970-1976

Studium der Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen, London und Den Haag

1981

Promotion im Fach Sozialwissenschaften an der Universität Tübingen

1991

Promotion im Fach Verwaltungswissenschaften an der Universität Nijmegen/Niederlande

1991-1992

Professor an der Universität der Bundeswehr Hamburg

1993

Habilitation an der Universität Hamburg

1993-1998

Privatdozent an der Universität Hamburg

1998-2002

Honorarprofessor an der Universität Kiel

ab 2000

Vorsitzender des Stiftungsrats der Deutschen Stiftung Friedensforschung

2002

Gründungsprofessor des ersten deutschen Hauptfachstudiengangs „Friedensforschung und Sicherheitspolitik“

Ab 2002

Vorsitzender des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien

Ab 2002

Vorsitzender der Berliner Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)

2003

verstorben in Berlin

Ausgewählte Veröffentlichungen