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Verkleinern und entschleunigen
Die Zukunft der Demokratie?

Prof. Dr. Herfried Münkler
Sendezeit: So. 22.10.2017, 7.30h

Zum Vortrag

Die antike Demokratie war eine eher kleinräumliche Ordnung, und auch die Theoretiker, die sie in der europäischen Neuzeit wieder als politische Ordnung ins Gespräch brachten, dachten eher an Stadtstaaten als an große Länder. Mit der „Erfindung“ der repräsentativen Demokratie änderte sich das. Der neue Typ der Demokratie hatte den zusätzlichen Vorteil, dass er weniger stimmungsabhängig war als die direkte Demokratie und durch Entschleunigung der Entscheidungsverfahren ein höheres Reflexionsniveau versprach. Dieser Typ von Demokratie ist in eine Krise geraten: Einerseits ist er für die Dynamik der modernen Welt zu langsam, und andererseits hat sich das Empfinden ausgebreitet, er sei zu abgehoben und zu weit von den Bürgern entfernt.

Zur Person

Herfried Münkler, geboren 1951 in Friedberg /Hessen

1972-1977

Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt/Main

1981

Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

1982-1987

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/Main

1987

Habilitation an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

1987-1992

Vertretung einer Professur für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

seit 1992

Professor für Theorie der Politik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin

1992

Berufung in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

2001

Akademieprofessur der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

2002-2003

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften der Philosophischen Fakultät III an der Humboldt-Universität zu Berlin

Ausgewählte Veröffentlichungen