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Wiedersehen mit Rom


Martin Mosebach
Sendezeit: So. 01.07.2018, 7.30h

Zum Vortrag

Der Titel der „ewigen Stadt“ bewährte sich. Oder reisen die Millionen jedes Jahr hierher, um eine Leiche zu besichtigen? Was sie hier suchen, mögen viele selber nicht so genau wissen, aber das macht diese nicht abreißende Ameisenwanderung noch geheimnisvoller. Es gibt keinen Ort, der durch einen solchen Zustrom nicht ruiniert würde, aber von Rom sind wir geneigt zu glauben, dass es unzerstörbar sei, weil es alles Schlimme schon vielfach hinter sich hat. Das Wunder Rom besteht weniger in seinen zahlreichen Untergängen als in seinen Auferstehungen. Wer einen Blick für die epochenübergreifende lange Dauer entwickelt hat, der wird sie auch heute in Rom finden.

Zur Person

Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, studierte Jura in Frankfurt und Bonn. 1979 legte er das Zweite Staatsexamen ab. Da er kurz zuvor mit dem Schreiben begonnen hatte und schnell sehr erfolgreich war, arbeitete er nie als Jurist. Er lebt seit 1980 als freier Schriftsteller in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main.
Er ist enorm vielseitig und schreibt neben Romanen und Erzählungen auch Gedichte, Essays, Hörspiele, Dramen und Filmdrehbücher.
Für seine literarische Arbeit wurde er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Heinrich-von-Kleist-Preis.

Ausgewählte Veröffentlichungen