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Der vaterlose Mann

Prof. Dr. Matthias Franz
Sendezeit: So. 06.06.2010, 8.00h

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Zum Vortrag

Dass die Beziehung zum Vater wichtig für die kindliche Entwicklung ist, kann heute niemand mehr in Frage stellen. Sie stärkt das Selbstverständnis und die Beziehungsfähigkeit. Jungen brauchen den Vater für den Aufbau einer männlichen Identität und sind von einem Verlust des Vaters besonders stark betroffen.
Die 1975 begonnene Mannheimer Kohortenstudie untersuchte die Kriegskinder der Geburtsjahrgänge 1935 und 1945 über einen langen Zeitraum hinweg. Dabei zeigten sich bis heute bestehende gravierende Langzeitfolgen der kriegsbedingten Vaterlosigkeit. Vor dem Hintergrund dieser Studie und aktueller entwicklungspsychologischer Konzepte analysiert Matthias Franz die Situation der heutigen Vaterlosigkeit vieler Jungen mit immer mehr Scheidungen und Trennungen unverheirateter Paare. Wie kann der erhöhten psychosozialen Belastung der Betroffenen entgegengewirkt werden?

Zur Person

Matthias Franz, geboren 1955 in Minden

1981

medizinisches Staatsexamen, Approbation, Promotion Universität Heidelberg

Bis 1982

Stationsarzt der Neuropsychiatrischen Klinik der Johannes-Anstalten, Mosbach

Bis 1984

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychiatrischen Universitätsklinik am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim

Bis 1987

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Epileptologischen Ambulanz an der Neurologischen Universitätsklinik des Klinikums Mannheim

1986

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

1987

Ärztliche Zusatzbezeichnung Psychotherapie

Bis 1994

zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter, zuletzt oberärztliche Leitungstätigkeit an der Psychosomatischen Universitätsklinik in Mannheim

1991

Ärztliche Zusatzbezeichnung Psychoanalyse

1993

Habilitation für das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Heidelberg

Seit 1995

stellvertretender Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Düsseldorf
Aufbau und selbständige Leitung des EEG-Labors für psychophysiologische Affektforschung

1995

Facharzt für Psychotherapeutische Medizin

2003

Leiter des Themenbereichs IV (Familie, Gemeinde, Gesundheit) im Zusatzstudiengang Public Health an der Universität Düsseldorf

2005

1. Vorsitzender des Institutes für Seelische Gesundheit und Prävention, Düsseldorf

2008

Vorstandsmitglied der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatische Medizin, Düsseldorf

2009

Lehrauftrag für Arzt-Patient-Kommunikation an der Universität Witten-Herdecke

Ausgewählte Veröffentlichungen