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Glück und Unglück der Sucht


Prof. Dr. Reinhard Haller
Sendezeit: So. 20.05.2012, 8.00h

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Zum Vortrag

Zu allen Zeiten hatten Menschen den Wunsch, ihrer Realität vorübergehend zu entfliehen, sich abzulenken, zu entspannen, neue Gefühlszustände zu erleben. Aber noch nie waren so viele berauschende Substanzen verfügbar wie heute, und noch nie war die Hemmschwelle zum Konsum so herabgesetzt. Für illegale Drogen wird mit 500 Milliarden US-Dollar pro Jahr mehr Geld ausgegeben, als für die Ernährung der Menschheit.
Ist der moderne Mensch ein süchtiges Wesen?
Nikotin und Alkohol schon bei Kindern, Komatrinken bei Jugendlichen, Cannabis, Kokain und Designerdrogen, Medikamentenmissbrauch, aber auch Ess- oder Magersucht, Computer- und Internetsucht sind inzwischen weit verbreitet.
Der Trend ist eindeutig: Süchtige Verhaltensweisen nehmen immer mehr zu. Sie führen zu psychischen und sozialen Problemen, zum Verlust der Freiheit, zu Vereinsamung und Selbstzerstörung. Was können wir tun? Der Themenschwerpunkt beschreibt das Wesen von Sucht und beleuchtet verschiedene Aspekte dieses großen gesamtgesellschaftlichen Phänomens.

Zur Person

Reinhard Haller, geb. 1951 in Mellau /Bregenzerwald

1971-1976

Studium der Medizin

1977-1983

Facharztausbildung

Seit 1983

Ärztlicher Leiter des Vorarlberger Behandlungszentrums für Suchtkranke

Seit 1983

Gerichtssachverständiger an verschiedenen in- und ausländischen Gerichtshöfen

Seit 1990

Drogenbeauftragter der Vorarlberger Landesregierung

1994

Habilitation an der Universität Innsbruck

Seit 2003

Professor für forensische Psychiatrie an der Universität Innsbruck

2005-2007

Präsident der Kriminologischen Gesellschaft

Ausgewählte Veröffentlichungen