Weiterführende Informationen zur Sendung
Zwei Vorträge in einer Sendung (gekürzte Fassung)

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Prof. Dr. Rolf Stürner:
Recht und Markt. Gefährdung der Vermögensordnung durch private Spekulation und staatliche Überschuldung



Prof. Dr. Dieter Langewiesche:
Recht und Revolution


Sendezeit: So. 07.10.2012, 8.00h


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Prof. Dr. Rolf Stürner

Zum Vortrag

Ein wesentliches Element freier Märkte ist die Freiheit des Kapitalverkehrs. Doch inzwischen droht der weltweite Kapitalverkehr zu Herrschaft mächtiger Investoren zu entarten, deren verfügbares Kapital die Budgets auch größerer Staaten bei Weitem übersteigt. Offene Finanzmärkte mit hoher Volatilität verführen auch Staaten zur Verschuldung durch Anleihen oder Garantien. All dies gefährdet eine ausgewogene Vermögensordnung und damit die rechtsstaatliche Demokratie. Rolf Stürner geht in diesem Vortrag der Frage nach, ob die Rechtsordnung zu einer besseren Ausgewogenheit verhelfen kann.

Zur Person

Rolf Stürner, geboren 1943 in Stuttgart

1962-1966

Studium der Rechtswissenschaften, Romanistik und Geschichte an der Universität Tübingen

1966

Erste Juristische Staatsprüfung in Tübingen

1966

Mitarbeiter in der Redaktion der Juristenzeitung, Tübingen

1968

Promotion an der Universität Tübingen

1968

Beginn des Juristischen Vorbereitungsdienstes des Landes Baden-Württemberg

1970

Zweite Juristische Staatsprüfung in Stuttgart

1971

Richter auf Probe am LG Stuttgart und LG Tübingen

1972

Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Tübingen – Beurlaubung als Richter

1974

Ernennung zum Richter auf Lebenszeit am LG Stuttgart

1976

Habilitation am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Tübingen

1976-1992

Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht an der
Universität Konstanz

1986-1988

Gastprofessor an der Universität Genf

1979

Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Konstanz

1981

Ernennung zum Richter am OLG Stuttgart

Seit 1992

Direktor des Instituts für deutsches und ausländisches Zivilprozessrecht an der Universität Freiburg

Seit 1992

Gutachter des Bundesverfassungsgerichts

2000-2002

Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg

Ausgewählte Veröffentlichungen

Prof. Dr. Dieter Langewiesche

Zum Vortrag

Ohne Normenverstoß kein gesellschaftlicher Fortschritt, ohne Normengehorsam keine funktionsfähige Gesellschaft und kein funktionsfähiger Staat. Dieser Zwiespalt begleitet seit der Französischen Revolution das Nachdenken über Recht und Revolution. Die Revolution in eine verbesserte Rechtsordnung zu überführen, wurde zur Leitlinie europäischer Revolutionäre im 19. Jahrhundert. Erst im 20. Jahrhundert entstand das Modell einer Revolution gegen das Recht. Diesen Bruch und seine historischen Wirkungen erörtert der Vortrag von Dieter Langewiesche.

Zur Person

Dieter Langewiesche, geboren 1943 in St. Sebastian, Österreich

Kaufmännische Lehre und Angestellter

1966

Abitur am Abendgymnasium

1966-1971

Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Heidelberg

1971

Staatsexamen

1971-1978

wissenschaftlicher Assistent für neuere Geschichte an der Universität Würzburg

1973

Promotion an der Universität Würzburg

1978

Habilitation an der Universität Würzburg

1978-1985

Professor für neuere Geschichte an der Universität Hamburg

1985-2008

Professor für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Tübingen

1997-2000

Mitwirkung am Aufbau der Universität Erfurt als Prorektor und Gründungsbeauftragter für die Philosophische Fakultät

Ausgewählte Veröffentlichungen