Weiterführende Informationen zur Sendung

Player wird geladen...



Die Vielfalt der Sprachen und das Verstehen der Welt


Prof. Dr. Hans-Georg Gadamer
Sendezeit: So. 21.07.2013, 8.00h
Erstausstrahlung: So. 23.12.1990

mp4-Videodownload

Zum Vortrag

Das Nachdenken über Sprache und Verstehen hat Hans-Georg Gadamer sein Leben lang beschäftigt. Der Begriff der Hermeneutik im Sinne einer Lehre von Deutung und Auslegung ist eng mit seinem Philosophieren verbunden.
Dieser Vortrag, den er 90jährig in Heidelberg hielt, zeigt eindrucksvoll, mit welcher geistigen Klarheit und Brillanz der große Philosoph noch im hohen Alter sein Publikum fesselte.

Zur Person

1900

Geburt am 11. Februar in Marburg. Sein Vater Johannes war pharmazeutischer Chemiker

1902

Gadamers Vater wurde als Ordinarius und Direktor des Pharmazeutischen Institutes nach Breslau (jetzt in Polen) berufen

1909-1918

Besuch der Schule zum Heiligen Geist in Breslau

1918

Ende der Schule und Beginn des Studiums an der Universität Breslau

1919

Studienplatztausch nach Marburg. Sein Vater wird nach Marburg als Nachfolger seines Doktorvaters E. Schmidt berufen

1921

SS, Besuch des Seminars von M. Geiger in München. Damals war der Einfluss N. Hartmanns groß

1922

Promotion bei Natorp und N. Hartmann mit einer Abhandlung zu Plato

1923

SS, Besuch der Vorlesungen von Husserl und Heidegger in Freiburg, im Sommer bei Heidegger in dessen Hütte. Heideggers Versetzung nach Marburg

1924

Beginn des Studiums der klassischen Philologie bei Paul Friedländer

1927

Staatsexamen für das höhere Lehramt

1929

Habilitation bei Heidegger und Friedländer und Privatdozent in Marburg

1931

Veröffentlichung der Habilitationsschrift: Platos dialektische Ethik

1933

Reise nach Paris. Walter Schulz beginnt sein Studium bei Gadamer

1934-1935

zwei Semester Lehrtätigkeit in Kiel für Richard Kroner

1937

a. o. Professor in Marburg

1939

Berufung nach Leipzig und o. Professor und Direktor des Philosophischen Instituts der Universität Leipzig. W. Schulz und Karl-Heinz Volkmann-Schluck folgen Gadamer nach Leipzig

1941

Vortragsreise nach Paris

1944

Vortragsreise nach Portugal

1945

Dekan der Philosophischen Fakultät

1946-1947

Rektor der Universität Leipzig

1947

Berufung nach Frankfurt am Main

1949

Reise nach Argentinien und danach Berufung nach Heidelberg als Jaspers' Nachfolger. Gadamer trat wieder unter den großen Einfluss von Heidegger

1950

Herausgeber der Festschrift für Heidegger. Damals Entschluss, eine hermeneutische Theorie herauszuarbeiten, und zweite Eheschließung

1951-1977

Vorsitzender der Cusanus-Kommission der Heidelberger Akademie

1953

Begründung der "Philosophischen Rundschau" mit Helmut Kuhn und Rückkehr von Karl Löwith aus den USA

1960

Veröffentlichung von "Wahrheit und Methode"

1962

Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland, (oder 1964) Begründung der Internationalen Vereinigung zur Förderung der Hegel-Studien und deren Präsident (bis 1970)

1966

Organisierung eines Kongresses über Sprache in Heidelberg als Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie

1967-1971

Debatte mit Jürgen Habermas; bis 1977, Kleine Schriften, 4 Bde

1968

Emeritierung. Gadamer lehrt in Heidelberg freiwillig weiter; März, Reise in die USA

1969-1972

Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; April, Reise nach den USA

1971

Orden Pour le mérite und Reuchlin-Preis

1977

November, Reise in die USA

1979

Freud-Preis und Hegel-Preis

1981

Debatte mit Jacques Derrida

1985-1995

Gesammelte Werke bei Mohr

1986

Jaspers-Preis

1993

das Großkreuz des Bundesverdienstordens

1995

die große Geburtstagsfeier

1996

Ehrendoktor der Universität Leipzig

2000

die große Geburtstagsfeier

2001

Gadamer-Professur (Heidelberg) beginnt

2002

am 13. März in Heidelberg gestorben

Ausgewählte Veröffentlichungen