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Wem gehört die Welt?
Machtkampf um Ressourcen

Prof. Dr. Heiner Flassbeck
Sendezeit: So. 29.09.2013, 8.00h

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Zum Vortrag

Anders als viele Ökonomen unterstellen, findet Wirtschaft nicht in einem Machtvakuum statt. Es ist vielmehr der Kampf um wirtschaftliche Macht, der die tägliche Auseinandersetzung auf den Märkten dieser Welt prägt. Dabei geht es nicht nur um Ressourcen im engeren Sinne von Rohstoffen, sondern auch um die Ressourcen Wissen, Technologie und um die Art und Weise, wie diese miteinander kombiniert werden.
Heiner Flassbeck erläutert in seinem Vortrag, wie der Besitz von Ressourcen die wirtschaftlichen Verhältnisse ändert und wie Entwicklungsländer und Industrieländer mit ihren jeweiligen Mitteln um die Dominanz der Märkte kämpfen. Er beschreibt die Bedeutung der Finanzmärkte in dieser Auseinandersetzung und weist auf die entscheidende Rolle, die dem Wissen um neue und effizientere Technologien zukommt, hin. Und er fordert eine bessere Verteilung der Macht durch eine systematische Beteiligung aller Bürger am gemeinsam erzielten Einkommen, so dass die Unternehmen gezwungen sind, ihre Macht immer wieder zur Disposition zu stellen.

Zur Person

Heiner Flassbeck, geboren 1950 in Birkenfeld/Nahe

1971–1976

Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes. Schwerpunkte: Geld- und Kredit, Konjunkturtheorie, Wissenschaftstheorie.
Assistententätigkeit (1/2 Stelle) im WS 1975/76 am Lehrstuhl von Prof. Stützel mit Schwerpunkt Währungsfragen.
Abschluß zum Diplom-Volkswirt

1976-1980

Mitarbeiter im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden. Hauptarbeitsgebiete: Außenwirtschaft, Weltkonjunktur, Geld und Kredit

1980-1986

Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaft, Bonn von Mai 1980 bis April 1984 im Referat für Grundsatzfragen deutscher und europäischer Wirtschaftspolitik mit Hauptarbeitsgebiet "europäische Wirtschaftspolitik" von Mai 1984 bis Januar 1985 Auslandsaufenthalt bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den internationalen Organisationen in Genf von Februar 1985 bis Januar 1986 im Referat für Grundsatzfragen der Mittelstandspolitik

1986–1990

beurlaubt vom BMWi zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, für wissenschaftliche Arbeiten

1987

Promotion zum Dr. rer. pol. an der Freien Universität, Berlin

1986-1988

Lehrauftrag an der Fachhochschule für Wirtschaft, Berlin ("Wirtschaftspolitische Ziele und Strategien")

1990–1998

Leiter der Abteilung Konjunktur im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung

1993-1999

Beratung der Regierung von Kasachstan in Transformationsfragen

1996

Visiting fellow am MIT, Cambridge, Mass.

1998–1999

Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Bonn
Schwerpunkt: Internationale Finanz- und Währungsfragen, Europapolitik

2000-2002

Senior Economist bei der United Nations Conference on Trade and Development in Genf

2003-2012

Director, Division on Globalization and Development Strategies bei der United Nations Conference on Trade and Development in Genf

Seit 2005

Honorar-Professor an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik

Ausgewählte Veröffentlichungen