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Sich entwickeln
Spielräume und Randbedingungen der Selbstgestaltung im Lebenslauf



Prof. Dr. Werner Greve
Sendezeit: So. 08.12.2013, 8.00h

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Zum Vortrag

Klassische Theorien haben die menschliche Entwicklung als „Ent-Wicklung“ eines vorab weitgehend festgelegten Ablaufes angesehen: Kindheit und Jugend sind von bestimmten Phasen oder Krisen bestimmt. Hat man hier alle Schritte durchlaufen, ist man „er-wachsen“. Die moderne Entwicklungspsychologie betrachtet die gesamte Lebensspanne. Damit rückt auch das mittlere und hohe Erwachsenenalter und damit andere Prozesse und Entwicklungsregulationen in den Blick. Das Erwachsenenalter wird viel stärker als die Kindheit von der sich entwickelnden Person selbst gestaltet. Freilich sind den Spielräumen, die Menschen dabei haben, Grenzen gesetzt. Es gibt sowohl Grenzen des Handelns, als auch Grenzen des Wollens, denn wir können uns nicht in jeder Hinsicht aussuchen, was wir wollen. Wann immer wir Ziele oder Lebenswege wählen, wählen wir auf der Grundlage von Präferenzen, von Überzeugungen und Werten. Auch sie entwickeln sich im Laufe unseres Lebens, aber diese Entwicklungsprozesse sind unserer bewussten Wahl weitgehend entzogen. Sie sind vielmehr die Grundlage unserer aktiven Selbstgestaltung. So sind wir immer zugleich Produzenten und Produkte unserer eigenen Entwicklung.

Zur Person

Werner Greve, geboren 1959

1985

Diplom im Fach Psychologie an der Universität Trier

1989

Promotion im Fach Psychologie an der Universität Trier

1992

M.A. im Fach Philosophie an der Universität Trier

1985-1994

Habilitation im Fach Psychologie an der Universität Trier

1998

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Trier im Fachbereich Psychologie

1994–2000

Stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, Hannover (KFN)

1998–1999

Gastdozent (Entwicklungspsychologie) an der Universität Trier

1999–2000

Vertretung einer C4 Professur (Sozialpsychologie) an der TU Braunschweig

2000–2003

Geschäftsführender Vorstand und amtierender Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, Hannover

Seit 2001

Professor für Psychologie an der Universität Hildesheim

2007

Visiting Scientist am Max-Planck-Institute for Human Development, Berlin

Ausgewählte Veröffentlichungen