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Politik und Religion.
Zur Diagnose der Gegenwart

Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf
Sendezeit: So. 04.05.2014, 7.45h

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Zum Vortrag

Der politisch-religiöse Radikalismus der Gegenwart hat die Sprengkraft verdeutlicht, die Religion in sich birgt, und das Verhältnis von Politik und Religion heute wieder zu einem zentralen Gegenstand der öffentlichen Debatte gemacht. Nachdem viele Sozialwissenschaftler in der Vergangenheit erwartet hatten, dass Religion im Zuge des „Modernisierungsprozesses“ immer mehr an Bedeutung verlieren würde, wird heute vom „Ende der Säkularisierungsthese“ gesprochen. Auch in vielen modernen Gesellschaften ist die bleibende Vitalität des Religiösen und die Rückkehr religiöser Akteure in den öffentlichen Raum festzustellen. Dabei bringt eine neue religiöse Vielfalt untereinander rivalisierende Glaubensakteure hervor. Doch wie auch immer die religiöse Lage in den verschiedenen Gesellschaften  beschrieben werden kann: Die Meinung, dass Politik und Religion sich sauber trennen ließen, hat sich, so Friedrich Wilhelm Graf, als Illusion herausgestellt.

Zur Person

Friedrich Wilhelm Graf, geb. 1948

1968-1972

Studium der Evangelischen Theologie, Philosophie und Geschichte in Wuppertal, Tübingen und München

1978

Promotion zum Dr. theol.

1986

Habilitation für das Fachgebiet der Systematischen Theologie in München

1986-1988

Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft

1988-1992

Professor für Systematische Theologie und neuere Theologiegeschichte an der Universität Augsburg; Aufbau der Ernst-Troeltsch-Forschungsstelle Augsburg

1992-1996

Lehrstuhl für Evangelische Theologie und Sozialethik an der Universität der Bundeswehr Hamburg

1996-1999

Ordinarius für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Augsburg

1999-2014

Ordinarius für Systematische Theologie und Ethik an der Universität München

Seit 2001

Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

 

Er ist ständiger freier Mitarbeiter der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und der Neuen Züricher Zeitung

Ausgewählte Veröffentlichungen