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Der Islam


Prof. Dr. Gudrun Krämer
Sendezeit: So. 18.05.2014, 7.45h
Erstausstrahlung: So. 29.10.2006

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Zum Vortrag

Religion und Staat sind im Islam keineswegs so unauflöslich miteinander verknüpft, wie unter dem Eindruck des zeitgenössischen Islamismus, der diese Einheit postuliert, weithin angenommen wird. Auch im Islam haben sich Religion und Politik frühzeitig ausdifferenziert, ohne sich jedoch ganz voneinander zu lösen. Eine Kirche als verfasste Institution kennt der Islam allerdings nicht, so dass Säkularisierungsprozesse nicht als Trennung von Kirche und Staat verstanden werden können. Von großer Bedeutung ist jedoch das religiöse Recht, die Scharia, deren Anwendung die Islamisten heute so verhement fordern. Daher kreist die Säkularisierungsdebatte um die Möglichkeiten, Folgen und Gefahren einer Anwendung der Scharia.

Zur Person

Gudrun Krämer, geb. 1953 in Marburg. Studium der Geschichte, Islam- und Politikwissenschaft sowie der Anglistik in Heidelberg, Bonn und Sussex (Großbritannien); 1981 Promotion, 1994 Habilitation an der Universität Hamburg. 1982-94 Nahost-Referentin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen bei München; 1987-89 Vertretung der Professur für gegenwartsbezogene Orientwissenschaft an der Universität Hamburg; 1994-96 Professur für Islamwissenschaft an der Universität Bonn; 1996 Übernahme des Lehrstuhls für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Gastprofessuren und Fellowships in Kairo, Bologna, Paris, Jakarta und 2004/05 am Max-Weber-Kolleg Erfurt. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Executive editor der Encyclopaedia of Islam, 3. Aufl.

Ausgewählte Veröffentlichungen