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Christus und Mohammed
Karl May: Fiktion und Fundamentalismus im Kampf der Kulturen



Prof. Dr. Ludger Lütkehaus
Sendezeit: So. 13.07.2014, 7.45h
Erstausstrahlung: So. 12.07.2009

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Zum Vortrag

Karl May, der erfolgreichste Schriftsteller deutscher Sprache, ist weit mehr als nur ein "Jugendbuchautor". Lange vor Harry Potter war "Fantasy" seine Art der Literatur. Seine "edelmenschlichen" Heroen von Old Shatterhand bis Kara Ben Nemsi nähren sich aus der Selbsterfindung ihres Autors: "Ich bin Old Shatterhand, ich bin Kara Ben Nemsi und habe erlebt, was ich erzähle". Der literarische Ego-Zentrismus geht dabei mit einem kulturellen und religiösen Euro-Zentrismus Hand in Hand. Immer wieder hat Karl May vor allem in seinen Orient-Romanen den "Kampf der Kulturen" als "Kampf der Religionen" inszeniert. Der Fundamentalismus eines missionarisch sendungsbewussten Christentums prallt auf einen militanten islamischen Fundamentalismus. Erst Mays humanistisches und pazifistisches Spätwerk deutet andere Wege an.
Ludger Lütkehaus zeichnet den Zusammenhang von Fiktion und Fundamentalismus in Karl Mays Werk nach.

Zur Person

Prof. Dr. Ludger Lütkehaus, geboren 1943 in Cloppenburg, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Pädagogik an der Universität Freiburg.

1976 wurde er an der Universität Freiburg zum Dr.phil promoviert.

Es folgte die Habilitation im Fach Neuere Germanistik an der Universität Siegen.

In den 80er Jahren lehrte er an der Universität Siegen und an der Emory University

in Atlanta.

Ludger Lütkehaus lehrt als Honorarprofessor an der Universität Freiburg und ist außerdem ständiger Mitarbeiter der Zeit, der Neuen Züricher Zeitung sowie bei Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und Herausgeber der Gesammelten Werke Arthur Schopenhauers.

Ausgewählte Veröffentlichungen