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Kulturen des Dialogs –
Sprechen wir dieselbe Sprache?

Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Sendezeit: So. 20.07.2014, 7.45h

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Zum Vortrag

Obwohl wir so gerne vom "Dialog der Kulturen" sprechen, ist es um die tatsächliche interkulturelle Verständigung nicht gut bestellt. Kommunikationsunfälle, Missverständnisse und oberflächliches Halbverstehen sind an der Tagesordnung. Denn die "Kulturen des Dialogs" sind höchst unterschiedlich. Alter und Rang der Akteure sind in unterschiedlichen Kulturen ebenso verschieden geregelt wie der Grad der Deutlichkeit, der Direktheit, mit dem gesprochen wird.
Um der Herausforderung eines weltweiten Austauschs im 21. Jahrhundert gewachsen zu sein, bedarf es also einer Grammatik und Hermeneutik der höchst unterschiedlichen Dialogformen, um nicht immer wieder neue Konflikte - gerade durch das miteinander sprechen Wollen - zu provozieren.

Zur Person

Jürgen Wertheimer, geboren 1947 in München

1969-1973

Studium der Germanistik, Komparatistik, Anglistik und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Siena und Rom

1984/85

Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Neuere deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft)

1986/87

Ernennung zum Professeur associé für "Littérature allemande" an der Universität Metz

1991

Berufung auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik, Universität Tübingen

1994/95

Professeur invité an der Université Paris 8

seit 1992

Mitherausgeber der Zeitschrift „arcadia“

seit 1993

Kulturkonflikte / Integration – Abwehr – Konflikt. Plurikulturelle Räume am Beispiel von Berlin–Barcelona –Sarajewo

seit 1993

Tübinger Celan-Ausgabe

1996-2004

Tübinger Poetik-Dozentur

2004-2006

Forum der Welt-Literaturen

seit 2008

Mitinitiator des Kooperationsprojekts „Werte Welten“ in Tübingen

Ausgewählte Veröffentlichungen