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„Ein Platz an der Sonne“.
Russland als Großmacht in einer multipolaren Welt?

Prof. Dr. Hans-Henning Schröder
Sendezeit: So. 22.02.2015, 7.30h

 

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Zum Vortrag

Das außenpolitische Denken der russischen Führung war im vergangenen Jahr vor allem auf zwei Ideen fixiert: auf Russlands Rolle als Großmacht und Vormacht im eurasischen Raum und auf die USA als notorischen Feind, der versucht, Russland zu schwächen und zurückzudrängen. Allerdings verfügt Russland mit seiner rohstoffabhängigen Wirtschaft und seinem geringen Innovationspotential nicht über die Ressourcen, um glaubhaft die Rolle einer Großmacht zu spielen. Das Integrationsprojekt der „Eurasischen Union“ dient deshalb auch dazu, sich des eigenen Großmachtstatus zu versichern. Durch diesen Anspruch gerät Russland nicht nur mit der Europäischen Union in Konflikt, die mit der östlichen Partnerschaft ihrerseits Integrationsangebote macht, es stößt auch auf Widerstand in den Nachbarstaaten Georgien, Ukraine und Moldau. Aus dieser Konstellation ist der Russland-Ukraine-Konflikt entstanden.

Zur Person

Hans-Henning Schröder, geboren 1949 in Hannover

1969-1976

Studium der Geschichte, osteuropäischen Geschichte, Slavistik und Soziologie an der Georgia Augusta in Göttingen und der Freien Universität Berlin, 1975 Auslandssemester an der Leningrader Ždanov-Universität

1979

Promotion an der Freien Universität Berlin

1981-1986

Assistent am Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte der Ruhr-Universität Bochum

1986-2000

Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln

1993-1999

OSZE-Beobachter bei den russischen Parlaments- und Präsidentenwahlen 1993, 1995, 1996 und 1999

1994

Habilitation in Bochum mit einer Arbeit über die sowjetische Militär- und Sicherheitspolitik in der Brežnev-Ära

2001-2005

Fellow an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

Seit 2003

Mitglied des board des "Bertelsmann Transformation Indexes" (BTI)

Seit 2003

Herausgeber und Redakteur der "Russlandanalysen" www.laender-analysen.de/russland

2006-2014

Forschungsgruppenleiter am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit (SWP), Berlin (abgeordnet vom Bundesverwaltungsamt)

2010

Umhabilitierung an das Otto Suhr Institut der Freien Universität Berlin. Fachrichtung: Politikwissenschaft/Regionale Politikanalyse mit dem Schwerpunkt Osteuropa

Ausgewählte Veröffentlichungen