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Rechtsstaat und Unrechtsstaat im 20. Jahrhundert


Prof. Dr. Michael Stolleis
Sendezeit: So. 03.05.2015, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 23.09.2012

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Zum Vortrag

Der Rechtsstaat, die historische Errungenschaft einer freien Gesellschaft, ist auf Institutionen und Verfahren, vor allem aber auf die kritische Aufmerksamkeit seiner Bürger angewiesen. Der Unrechtsstaat konnte sich in Europa nach dem Ersten Weltkrieg ausbreiten, weil mit den Krisen des 20. Jahrhunderts diejenigen Kräfte die Oberhand gewannen, welche die parlamentarische Demokratie, die Gewaltentrennung, die Achtung der Grundrechte und den Rechtsstaat mit Hilfe von antiliberaler Propaganda und Gewalt beseitigten. Inzwischen sind die rechten und linken Diktaturen aus Europa weitgehend verschwunden. Dennoch ist der Rechtsstaat nichts Selbstverständliches; sein Erhalt ist vielmehr eine tägliche Herausforderung.

Zur Person

Michael Stolleis, geboren 1941 in Ludwigshafen/Rhein

1961-1963

Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg (Zweitstudium Germanistik und Kunstgeschichte)

1963-1965

Studium in Würzburg, Erstes Jurist. Staatsexamen an der Universität Würzburg

1967

Promotion in München an der Universität München

1969

Zweites Jurist. Staatsexamen, Habilitationsstipendium der DFG

1973

Habilitation für Staats- und Verwaltungsrecht, Neuere Rechtsgeschichte und Kirchenrecht an der Universität München

1974-2006

Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht an der Universität Frankfurt

1991-2009

Direktor am Max-Planck-Institut  für europäische Rechtsgeschichte

Ausgewählte Veröffentlichungen