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Der Fluch des Zuviel.
Vom Elend der Überproduktionsgesellschaft

Prof. Dr. Ludger Lütkehaus
Sendezeit: So. 13.12.2015, 7.30h

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Zum Vortrag

Die alte Ökonomie der Knappheit, auch die von Karl Marx, war noch auf die Entfesselung der Produktivkräfte zur Amortisierung des Kapitals ausgerichtet. Heute indessen, auf dem Boden einer Überproduktionsgesellschaft, die mit dem Fluch des Zuviel geschlagen ist, kommt es auf Produktvernichtung an. Auf Produktveralterung durch „Fortschritt“, auf den Todestrieb der Produkte, die Ablösung der Gebrauchs- durch Verbrauchsgüter. Und auf die Werbung als Aura und Apotheose des Nichtigen.

Zur Person

Ludger Lütkehaus, geboren 1943 in Cloppenburg, Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Freiburg, 1976 Promotion im Fach Germanistik an der Universität Freiburg, 1986 Habilitation an der Universität Siegen, Professor am Deutschen Seminar der Universität Freiburg. Außerdem ständiger Mitarbeiter der ZEIT, der Neuen Züricher Zeitung sowie bei Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Er ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums, Ehrenmitglied der Schopenhauer-Gesellschaft, Gastprofessuren an der Emory-University in Atlanta, an der Universität Siegen, an der University of Wisconsin-Madison.
1979 Sonderpreis der Schopenhauer-Gesellschaft, 1996 Preis für Buch und Kultur,
1997 Max Kade Distinguished Visiting Professor an der University of Wisconsin at Madison, German Department, 2007 Theorie-Preis der Robert Mächler-Stiftung, 2009 Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt, 2012 Preis der Schweizer C.-Stiftung,
2014 Ehrengabe der Stadt Cloppenburg.

Ausgewählte Veröffentlichungen