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Das Trauma des Krieges


Prof. Dr. Franz Ruppert
Sendezeit: So. 11.12.2016, 7.30h

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Kriege sind unmenschlich. Sie traumatisieren die Betroffenen und stellen jedes menschliche Maß, ja die Menschlichkeit an sich zutiefst in Frage. Kriege entstehen aus Zuschreibungen und Abgrenzungen, die der realen Welt aufgezwungen werden: der „Westen“, der „Osten“, die „Russen“, „die Israelis“… Sie teilen die Welt in Freund und Feind. Wer Kriege plant und führt, so Franz Ruppert, ist nicht in seiner Identität. Durch Kriege versuchen die Täter, auch die Identität ihrer Opfer zu zerstören und sie dazu zu zwingen, sich mit ihren gedanklichen Konstruktionen zu identifizieren. Es entstehen soziale und nationale Traumata. Krieg mit Krieg zu bekämpfen, damit endlich Frieden ist, ist eine Illusion, die die gesamte Menschheit teuer bezahlt. Was also wäre die Alternative?

Zur Person

Franz Ruppert, geboren 1957 in Eichstätt , Bayern

1976-1982

Studium der Psychologie an der Universität München

1985

Promotion zum Dr. phil. an der Technischen Universität München

Seit 1992

Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

1999

Approbation als psychologischer Psychotherapeut durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung

Seit 2000

Arbeit als Psychotherapeut in eigener Praxis in München

Seit 2014

Entwicklung der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie und der Methode „Selbstbegegnung mit dem Anliegensatz“

Ausgewählte Veröffentlichungen