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Festvortrag 2007
Demokratie und Wahrheit
Wie viel Wahrheit braucht die Demokratie?

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Sendezeit: So. 24.09.2017, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 18.02.2007

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Zum Vortrag

Es ist eine verbreitete These, dass in der Demokratie auf Wahrheitsansprüche möglicherweise verzichtet werden muss, um den zivilen Frieden zu sichern. Die aktuellen religiösen, kulturellen und politischen Konflikte scheinen dies zu belegen.
Julian Nida-Rümelin trat dieser Auffassung vor zehn Jahren entschieden entgegen. Die Demokratie verlöre ihre humane Substanz, wenn sie lediglich als zentrales Spiel des Interessenausgleichs verstanden würde. Sie wäre damit wehrlos gegenüber ihren Feinden und wahllos in ihren inhaltlichen Bestimmungen.
In seinem Vortrag verteidigte er die beiden normativen Grundpfeiler der modernen Demokratie, Freiheit und Gleichheit, gegen ihre Kritiker.

Zur Person

Julian Nida-Rümelin, geboren 1954 in München

Studium der Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen. Nach Promotion und Habilitation Gastprofessor in den USA.

1991-1993

Professor am Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen

1993-2004

o. Professor für Philosophie an der Universität Göttingen
(Nachfolge Günther Patzig)

Seit 2002

Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin

Seit 2004

Ordinarius für Politische Theorie und Philosophie am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München

1994-1997

Präsident der Gesellschaft für analytische Philosophie

1998-2000

Kulturreferent der Stadt München

2001-2002

Kulturstaatsminister beim Bundeskanzler

 

Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Ausgewählte Veröffentlichungen