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Die Abstiegsgesellschaft
Wieso der soziale Fahrstuhl stecken bleibt

Prof. Dr. Oliver Nachtwey
Sendezeit: So. 12.11.2017, 7.30h

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Zum Vortrag

Seit dem Wirtschaftswunder gilt Deutschland als eines der Länder, in denen Armut nur eine marginale Rolle spielte. Angesichts der Euphorie über »die neue Vollbeschäftigung«, wie sie in Büchern und Tageszeitungen verkündet wird, übersieht man allerdings leicht, wie groß die soziale Ungleichheit hierzulande geworden, wie der Niedriglohnsektor gewachsen ist und die Prekarität zugenommen hat. Unter der Oberfläche einer scheinbar stabilen Gesellschaft erodieren seit Langem die Pfeiler der sozialen Integration, mehren sich Abstürze und Abstiege. In diesem Vortrag geht es am Beispiel der deutschen Entwicklung um einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel, der sich in den meisten westlichen kapitalistischen Staaten vollzieht. Aus der Gesellschaft des Aufstiegs und der sozialen Integration ist, so Oliver Nachtwey, eine Gesellschaft des sozialen Abstiegs, der Prekarität und Polarisierung geworden.

Zur Person

Oliver Nachtwey, geboren 1975 in Unna. Studium der Volkswirtschaftslehre in Hamburg, 2008 Promotion, anschließend tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena, Trier und Darmstadt. Fellowships am Institut für Sozialforschung in Frankfurt, am Kolleg Postwachstumsgesellschaften in Jena und am Hamburger Institut für Sozialforschung. Vertretungsprofessuren in Göttingen, Frankfurt und Darmstadt. Ab August 2017 Professor für Sozialstrukturanalyse in Basel.

Ausgewählte Veröffentlichungen