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Referenten alphabetisch

2. Halbjahr 13 (15.09.13 - 16.02.14)

Prof. Dr. Hans J. Markowitsch Prof. Dr. Hans J. Markowitsch
Was passiert, wenn ich denke?

Sendezeit: So 12.01.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 15.05.2011


Denken wird unterteilt in bewusste und unbewusste Prozesse, wobei aus evolutionärer Sicht auch Tiere in der Lage sind, zu denken. Menschliches Denken ist ein komplexes Geschehen, das die Entwicklung von Sprache, Bewusstsein, zwischenmenschliche Kontakte und Empathie voraussetzt. Hirnschäden, psychische Krankheitsbilder oder negative frühkindliche Einflüsse können das Denkvermögen nachhaltig verändern. Ein neues Forschungsfeld, das den Einfluss der Umwelt auf das Erbgut behandelt, ist die Epigenetik, deren Erkenntnisse möglicherweise die Ansichten über das Zustandekommen und die Veränderung von Persönlichkeitsdimensionen revolutionieren werden ...



PD DR. Johann. S. Ach PD DR. Johann. S. Ach
Cognitive Enhancement - was spricht dagegen?

Sendezeit: So 19.01.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 09.01.2011


Unter "Neuro-Enhancement", „Cognitive Enhancement“ oder auch „Mind Doping“ versteht man die Einnahme psycho-pharmakologischer Medikamente mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu verbessern. Gerade jüngere Menschen gehen oft relativ sorglos mit diesen Mitteln um. Unter amerikanischen Studenten beispielsweise ist der Konsum von Ritalin inzwischen weit verbreitet. Und auch bei uns haben laut Umfragen bereits über zwei Millionen Menschen versucht, ihre persönliche Leistungsfähigkeit mittels entsprechender Psychopharmaka zu verbessern. Hier tut sich fraglos ein großer Markt für die Pharmaindustrie auf. Von Wissenschaftlern jedoch wird Neuro-Enhancement sehr unterschiedlich bewertet. Welche Nebenwirkungen hat die Einnahme dieser Medikamente auf Gesunde? Verändert sie langfristig möglicherweise die Persönlichkeit? Und müssen wir nicht vor allem fragen, warum es denn nötig sein soll, den natürlichen Rahmen des eigenen Leistungsvermögens zu sprengen? In dieser Sendung stellen zwei Vorträge Pro und Contra dieser Diskussion vor.



Prof. Dr. Michael Soyka Prof. Dr. Michael Soyka
Kritisches zu Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht

Sendezeit: So 19.01.2014, 08:20h
Erstausstrahlung: So 09.01.2011


Unter "Neuro-Enhancement", „Cognitive Enhancement“ oder auch „Mind Doping“ versteht man die Einnahme psycho-pharmakologischer Medikamente mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu verbessern. Gerade jüngere Menschen gehen oft relativ sorglos mit diesen Mitteln um. Unter amerikanischen Studenten beispielsweise ist der Konsum von Ritalin inzwischen weit verbreitet. Und auch bei uns haben laut Umfragen bereits über zwei Millionen Menschen versucht, ihre persönliche Leistungsfähigkeit mittels entsprechender Psychopharmaka zu verbessern. Hier tut sich fraglos ein großer Markt für die Pharmaindustrie auf. Von Wissenschaftlern jedoch wird Neuro-Enhancement sehr unterschiedlich bewertet. Welche Nebenwirkungen hat die Einnahme dieser Medikamente auf Gesunde? Verändert sie langfristig möglicherweise die Persönlichkeit? Und müssen wir nicht vor allem fragen, warum es denn nötig sein soll, den natürlichen Rahmen des eigenen Leistungsvermögens zu sprengen? In dieser Sendung stellen zwei Vorträge Pro und Contra dieser Diskussion vor.



Prof. Dr. Wilhelm Schmid Prof. Dr. Wilhelm Schmid
Selbstgestaltung und Lebenskunst

Sendezeit: So 26.01.2014, 08:00h


Die Einen trauen sich nichts zu, die Anderen übertreiben es mit ihrem Selbst. Dass wir uns selbst gestalten und mit uns selbst befreunden können, ist nicht für alle selbstverständlich. Diese Selbstbeziehung so zu gewinnen, dass nicht Selbstsucht daraus wird, ist die Aufgabe der Lebenskunst, um die sich der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid bemüht. Er spricht in diesem Vortrag davon, wie ein Mensch sich festigen kann, wenn er sich zu verlieren droht. Eine gelingende Selbstbeziehung ist auch die Basis für alle Beziehungen zu Anderen, denn nur wer mit sich selbst gut zurechtkommt, kann sich auch Anderen zuwenden und für sie da sein. Wer sich um die Selbstgestaltung bemüht, begibt sich in jeder Hinsicht auf den Weg zur Fülle des Menschseins.



Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr Prof. Dr. Hans-Eckehard Bahr
Man braucht sehr lange um jung zu werden. Stufen im Lebenszyklus

Sendezeit: So 02.02.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 10.07.2005


Dass die Wohlstandsgesellschaften ein Problem mit ihrer Überalterung haben, ist sattsam bekannt. Wenn wir – inzwischen fast täglich – in den Medien davon hören, dann geht es um ökonomische Fragen, Alterssicherung, Verteilungskämpfe. Von Glück und Chance der späten Jahre ist derzeit wenig die Rede. Der praktische Theologe und Friedensforscher Professor Dr. Hans-Eckehard Bahr versucht in diesem Vortrag, eine andere Perspektive einzunehmen. Seine Stichworte: Neugewonnene innere Freiheiten beim Älterwerden. Intensität statt Betriebsamkeit. Neben Defiziten und Einsamkeit auch Entlastung und Neuentdeckungen. Das Leben endlich selber gestalten.



Prof. Dr. Reinhard Haller Prof. Dr. Reinhard Haller
Die Narzissmusfalle - Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis

Sendezeit: So 09.02.2014, 08:00h


Narzissmus gehört zum Wesen des Menschen. Er ist ein gewaltiger psychischer Motor und in gesundem Maß unerlässlich für unser Selbstwertgefühl, für Leistung und Kreativität. Er kann aber auch Beziehungen vergiften und Gemeinschaft zerstören. Vieles spricht für eine ungesunde Verschiebung unseres gesellschaftlichen Klimas hin zu einem selbstsüchtigen und rücksichtslosen Lebensstil. Wir streben nach Bewunderung und Einfluss, die eigenen Interessen werden über alles gestellt. Demut und Bescheidenheit gelten nicht mehr als Tugend, Selbstdarstellung und Coolness sind gefragt. Dabei bleiben Empathie und Einfühlungsvermögen in Andere häufig auf der Strecke. Reinhard Haller beschreibt in diesem Vortrag unterhaltsam und mit vielen Beispielen die verschiedenen Gesichter des Narzissmus in der modernen Gesellschaft. Er erklärt, wie man Narzissten erkennt, was ihre Motive sind und wie man mit ihnen umgehen sollte.



Prof. Dr. Gerd Gigerenzer Prof. Dr. Gerd Gigerenzer
Gefühltes Wissen. Die Erforschung der Intuition

Sendezeit: So 16.02.2014, 08:00h
Erstausstrahlung: So 05.10.2008


Wir stellen uns Intelligenz als eine überlegte, bewusste Tätigkeit vor, die von den Gesetzen der Logik bestimmt wird. Doch ein Großteil unseres geistigen Lebens vollzieht sich unbewusst und beruht auf Prozessen, die nichts mit Logik zu tun haben. Anstatt alle Gründe gegeneinander abzuwägen, handeln wir spontan „aus dem Bauch heraus“. Im abendländischen Denken galt Intuition einst als die sicherste Form der Erkenntnis, während sie heute als fragwürdige und unzuverlässige Richtschnur des Handelns betrachtet wird. Sind bewusste Entscheidungen wirklich immer besser? Können wir jene Situationen angeben, in denen weniger Zeit und Nachdenken tatsächlich von Vorteil ist? Gerd Gigerenzer zeigt, dass Intuitionen alles andere als nur impulsive Launen des Geistes sind. Ihnen liegen vielmehr unbewusste Heuristiken zugrunde, die effektiv arbeiten, indem sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und den Rest ignorieren. An der Intuition führt kein Weg vorbei – ohne sie brächten wir wenig zustande.