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Februar 2020

Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich
An den Grenzen der naturwissenschaftlichen Medizin. Trägt unser Gesundheitswesen seinen Namen zu Recht?

Sendezeit: So 02.02.2020, 07:30h
Erstausstrahlung: So 04.05.2008


Dass unser Gesundheitswesen es fast nur mit Krankheiten zu tun hat, liegt historisch daran, dass nach der Industriellen Revolution Krankenkassen eingerichtet werden mussten. Ein Grund ist aber auch, dass die naturwissenschaftliche Medizin sich nur mit Krankheiten befasst. Eine ganz andere Frage ist, wie man so leben könnte, dass man gar nicht erst krank wird. Hier geht es vor allem um das persönliche Verhalten: mehr Bewegung, gesündere Ernährung, ein entspannter, regelmäßiger Lebensstil etc. Aber wie wir uns verhalten, hängt immer auch von den Verhältnissen ab, unter denen wir leben. Solange die Verhältnisse zum Beispiel das Autofahren, die industrielle Ernährung u. ä. begünstigen, sind persönliche Appelle nur begrenzt erfolgreich. Eine wirkliche Gesundheitspolitik, so Klaus Michael Meyer-Abich, wäre darum eine allgemein politische Aufgabe, zu der die Gesundheitsministerien nur am Rande etwas beitragen können.



 Feridun Zaimoglu Feridun Zaimoglu
Die Geschichte der Frau

Sendezeit: So 09.02.2020, 07:30h


In seinem gleichnamigen Buch gibt Feridun Zaimoglu zehn weiblichen Figuren aus Geschichte und Mythologie in jeweils einem Kapitel eine Stimme – von Zippora, der Frau des Moses bis Valerie Solanas, einer wenig bekannten amerikanischen Attentäterin. Er lässt sie ihre Geschichte erzählen und versucht dabei auch, die Sprache der jeweiligen Zeit und Situation nachzuempfinden. Die Sendung ist eine Mischung aus Lesung und Vortrag. Zwei der Frauenportraits, die Loreley und die Berliner Gastarbeiterin Leyla werden vorgestellt. Darüber hinaus erläutert Feridun Zaimoglu seine Arbeit an diesem Buch.



Prof. Dr. Hannelore Schlaffer Prof. Dr. Hannelore Schlaffer
Emanzipation - Ein Kleiderwechsel

Sendezeit: So 16.02.2020, 07:30h


Die Geschichte der Emanzipation – jene Schritte der Frau in die Gleichberechtigung, in die Unabhängigkeit vom Mann und ihr Eintritt ins Berufsleben – ist vielfach beschrieben. Wie sich jedoch die Emanzipation in den Winkeln des Alltagslebens niederschlug, wie dort Verhaltensweisen und Lebensformen dem Stil der neuen Frau angepasst wurden, ist wenig bekannt. Hannelore Schlaffer richtet in diesem Vortrag das Augenmerk auf diese stilbildenden Nebensächlichkeiten am Rande der großen Bewegung. Sie geht der Frage nach, wie etwa Kleidermoden, wie Charakter und Farbe der Wohnungseinrichtungen, wie Mimik und Gang der Frau sich verändert haben und ihrem Leben mehr Freiheit geben, als es die großen Programme der Emanzipation je vorsehen konnten.