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Juni 2020

Prof. Dr. Miriam Gebhardt Prof. Dr. Miriam Gebhardt
Gewogen, geschlagen, gebunden. Zum Wandel der Eltern-Kind-Beziehung im 20. Jahrhundert

Sendezeit: So 07.06.2020, 07:30h


Beim Thema Deutsche Kindheit im 20. Jahrhundert wetteifern in der öffentlichen Diskussion ganz verschiedene Bilder miteinander: Zweite Weltkriegs-Kinder, vaterlose Kinder, Euthanasie, Heimerziehung, Missbrauch, aber auch Kinderladenbewegung und anti-autoritäre Erziehung. Diese Begriffe beziehen sich auf allgemeine Umstände des Aufwachsens, im Krieg, in Institutionen, unter besonderen politischen Konstellationen. Der wichtigste Ort der Kindheit, nämlich die Familie, bleibt dabei erstaunlich unbeleuchtet. Hier setzt der Vortrag von Miriam Gebhardt an: Wie frei waren Eltern in ihrem Handeln? Mit welchen Vorstellungen vom Wesen des Kindes und mit welchen Zielen wurden Kinder großgezogen? Und welches sind heute die Erbschaften der historischen Erziehungstraditionen in den Familien?



Prof. Dr. Remo Largo Prof. Dr. Remo Largo
„Normale“ Entwicklungskrisen bei Kindern

Sendezeit: So 14.06.2020, 07:30h
Erstausstrahlung: So 17.11.2002


Wenn wir von einer Krise sprechen, verbinden wir damit die Annahme, dass es sich um etwas handelt, das sich unter günstigen Umständen vermeiden lässt. Diese Annahme ist in Bezug auf die kindliche Entwicklung falsch: Der Weg eines Kindes ist gepflastert mit Krisen. Krisen gehören zur normalen Entwicklung. Selbst die kompetentesten Eltern und Erzieher können sie nie ganz vermeiden.



Prof. Dr. Marianne Gronemeyer Prof. Dr. Marianne Gronemeyer
Die Grenze. Was uns verbindet indem es trennt

Sendezeit: So 21.06.2020, 07:30h


Grenzen - seit Menschengedenken arbeiten wir uns an ihnen ab. Kinder testen ihre Grenzen aus, Ländergrenzen werden umkämpft und gesichert, und die letzte aller Grenzen, der Tod, wird durch moderne Medizin immer weiter hinausgezögert. Und während einerseits auf unheilvolle Weise immer mehr Grenzen verschwinden, vermehren sie sich auf der anderen Seite beliebig. In Form von Obergrenzen, Grenzwerten, Begrenzungen und Grenzüberschreitungen verschiedenster Art. Je mehr wir versuchen, Grenzen zu überwinden und aufzulösen, desto stärker scheinen sie zurückzukehren. An den Grenzen scheiden sich die Geister. Entgrenzung und neue Grenzsetzungen überlagern sich in einem paradoxen Durcheinander, das klare Aussagen unmöglich macht. Das Äußerste, was sich sagen ließe ist, dass sie Hüterinnen der Verschiedenheit sind. Und darum wichtig und unverzichtbar, denn sie verbinden, indem sie trennen.



Prof. Dr. Gerald Hüther Prof. Dr. Gerald Hüther
Biologie der Liebe. Über die Kraft, die das Leben im Innersten zusammenhält

Sendezeit: So 28.06.2020, 07:30h
Erstausstrahlung: So 14.01.2001


Seit Charles Darwin machen die Naturforscher für die Herausbildung der Formenvielfalt des Lebendigen vor allem ein Grundprinzip verantwortlich: Das Prinzip der Konkurrenz. Natürliche Auslese, das Überleben der Besten im "Kampf ums Dasein". Gerald Hüther meint, dass bei dieser Theorie ein anderes entscheidendes Prinzip vernachlässigt wird, das Paare, Gruppen und nicht zuletzt auch die menschliche Gemeinschaft im Innersten zusammenhält, nämlich die Liebe.