
Die Wildnis aufheben. Vom Umgang der Amerikaner mit der "wilderness".
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Prof. Dr. Winfried Herget
Sendezeit: So. 15.06.2003, 8.30h
Die ersten Kolonisten Amerikas betrachteten die Natur als eine Wildnis, die es zu überwinden galt. Den Indianern wurde das Recht auf ihr Land abgesprochen; der Farmer wurde zur amerikanischen Symbolfigur. Er machte das Land urbar ... . Heute dienen Nationalparks dazu, einen Eindruck von jener Wildnis zu vermitteln, die im Zuge der amerikanischen Geschichte verloren ging. Professor Dr. Winfried Herget lehrt Amerikanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Professor Dr. Winfried Herget, Lehrstuhlinhaber für Amerikanistik an der Johannes Gutenberg-Universität seit 1978; zuvor wissenschaftlicher Assistent und Assistenzprofessor an der Universität des Saarlandes. Berührung mit den USA bereits als Austauschschüler und dann wieder nach der Promotion (in Frankfurt /M.) als Habilitand und Gastwissenschaftler an der Harvard Universität. Ursprüngliches Spezialgebiet: Puritanismus im kolonialen Neuengland des 17. und 18. Jahrhunderts. Fachverständnis in Forschung und Lehre: Amerikanistik als interdisziplinäres Verstehen von Kultur, Herrschaft und Raum der USA. Veröffentlichungen - außer zum Puritanismus - zur politischen Kultur der USA, insbesondere der Rolle der Rhetorik, zu den transatlantischen Deutsch-amerikanischen Beziehungen, darunter auch den Auswirkungen der amerikanischen Militärpräsenz in Rheinland-Pfalz, zur amerikanischen Literatur der Gegenwart, insbesondere zum amerikanischen Drama.