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Mein Kopf gehört mir
Die schöne neue Welt des Brainhacking

Prof. Dr. Miriam Meckel
Sendezeit: So. 19.05.2019, 7.30h

Zum Vortrag

Der technologische Fortschritt hat das menschliche Gehirn ins Visier genommen. Und mit ihm wachsen die Erwartungen an unsere grauen Zellen… Könnte unser Denken nicht effizienter sein? Brauchen wir wirklich acht Stunden Schlaf? Können wir unsere Stimmungen nicht durch gezielte Hirnstimulationen aufhellen? Schon jetzt ist vieles möglich: per Denken Texte schreiben, ein Computerspiel spielen oder über ein Hirnimplantat Gelähmten einen Teil ihres Bewegungsspielraums zurückgeben. Wir sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten. Unsere Gedanken werden auslesbar, unser Denken wird berechenbar, wir werden optimierbar. Aber das Gehirn zu manipulieren heißt, die Persönlichkeit zu manipulieren. Das Gesicht der Menschheit wird sich verändern, wenn wir beginnen, unser Gehirn als Zone der Selbstverbesserung und als ökonomische Ressource zu begreifen. Wir müssen, so warnt Miriam Meckel, die Autonomie über unseren Kopf behalten – als Privatsphäre des Denkens, als Kreativraum und Refugium des Bewusstseins.

Zur Person

Professor Dr. Miriam Meckel ist Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen und Herausgeberin der Wirtschaftswoche.