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Die Macht der Bedürfnisse
Überfluss und Knappheit in der Konsumgesellschaft

Prof. Dr. Marianne Gronemeyer
Sendezeit: So. 20.10.2019, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 26.11.2006

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Während uns die von Tag zu Tag dringlicher werdenden Sparappelle im Ohr klingen, die uns eine neue Bescheidenheit auferlegen, während wir uns gerade zu der Einsicht durchringen, dass es bei leeren öffentlichen Kassen und schmaler werdendem privaten Portemonnaie unumgänglich ist, sich einzuschränken, verschafft sich schon eine andere Ermahnung Gehör: dass es nämlich heute erste Bürgerpflicht sei, zu konsumieren, denn nur durch Konsum könne die Wirtschaft wachsen und nur durch Wachstum entstünden die so schmerzlich vermissten Arbeitsplätze. Müssen wir nun sparen oder uns verausgaben? Müssen wir unsere Bedürfnisse ausleben und stimulieren oder streng in ihre Schranken weisen? Wem nützen unsere Bedürfnisse? Und wem verhelfen sie zur Macht?

Zur Person

Professor Dr. Marianne Gronemeyer lehrte bis 2006 Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Wiesbaden. Sie setzt sich kritisch mit dem Konsumverhalten moderner Menschen auseinander und hat mehrere Bücher zu diesem Thema veröffentlicht.