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Die Werte, die Kultur und das Geld
Prof. Dr. Hermann Lübbe
Sendezeit: So. 06.03.2011, 8.00h
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Das Beste, was sich über die Konsequenzen der Finanzmarktkatastrophe sagen ließe, könnte lauten: Wir sind kraft dieser Katastrophe in eine Epoche geldtheoretischer und finanzmarktpolitischer Aufklärung eingetreten, die die Interaktion aller Beteiligten tiefreichend verändern wird. Der Banken wie ihrer Kunden, der Unternehmer wie der Sparer und sonstigen Kleinanleger, der Bonitätsklassifizierungsexperten wie der Investoren und vor allem auch der Staatshaushaltsverantwortlichen, Regierungen und Parteien.
Hermann Lübbe, geboren 1926 in Aurich/Ostfriesland, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften. 1951 Promotion in Freiburg i.Br., 1956 Habilitation an der Universität Erlangen. Von 1956 bis 1963 war er als Dozent und Professor an den Universitäten Erlangen, Hamburg, Köln und Münster tätig. 1963-1969 ordentlicher Professor für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. 1966-1969 Staatssekretär im Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen, 1969-1970 Staatsekretär beim Ministerium von Nordrhein-Westfalen. Von 1969 bis 1973 war er ordentlicher Professor für Sozialphilosophie an der Universität Bielefeld und von 1971 bis 1991 ordentlicher Professor für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Zürich. Seit 1991 ist er Honorarprofessor für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Zürich. Von 1975 bis 1978 war er Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Er ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften und Akademien des In- und Auslands und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen geehrt.