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Humboldt als Agent?
Wissenstransfer und strategische Geheimnisse

Dr. Sandra Rebok
Sendezeit: So. 04.10.2020, 7.30h

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Zum Vortrag

Von 1799 bis 1804 unternahm Alexander von Humboldt eine beeindruckende Reise durch das damalige Spanischamerika, die heutigen Länder Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru und Mexiko – eine Reise, die nur dank einer umfassenden Genehmigung durch die spanische Krone möglich war. Danach besuchte er auch die aufstrebenden Vereinigten Staaten, traf Thomas Jefferson und gab geographische und statistische Informationen über das spanische Kolonialreich an die amerikanische Regierung weiter. Noch heute wird Humboldt deshalb teilweise als Agent der USA betrachtet, während andere ihn als Werkzeug des spanischen Imperiums sehen. Warum fühlte Humboldt sich berechtigt, über die Verbreitung seines Wissens frei zu verfügen? Und welche Auswirkungen hatte sein Vorgehen auf die beteiligten Nationen? Sandra Rebok erklärt Humboldts Beweggründe und seine Rolle zwischen dem spanischen Imperium und den jungen, expandierenden Vereinigten Staaten von Amerika.

Zur Person

Dr. Sandra Rebok ist Wissenschaftshistorikerin und forscht seit vielen Jahren zu wissenschaftlichen Netzwerken und zur Globalisierung des Wissens. Für das ifa-Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“ ist sie als Humboldt-Expertin tätig.