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Forever young and healthy:
Faszination und Fatum von Gesundheitsutopien in der Medizin

Prof. Dr. Richard Toellner
Sendezeit: So. 20.4.2003, 8.30h

Zum Vortrag

Der Menschheitstraum von ewiger Jugend und Beherrschung der Natur ist so alt wie die Menschheit selbst. Unsere Mythen sind voller Geschichten davon, wie wir dank gnädiger Götter, wundersamer Brunnen oder Mühlen wieder jung werden können. Heute verspricht eine unüberschaubare Fülle von Literatur Heilung von Leib und Seele, Jugendlichkeit oder gar ewiges Leben. Richard Toellners Vortrag beschreibt, wie in der Geschichte der Wissenschaft und Medizin die Versprechung der Schlange im Paradies – „eritis sicut Deus“, ihr könnt mächtig und allwissend werden wie Gott – wirksam geworden ist, wie die Vision von der Autonomie, von der Selbstermächtigung des Menschen Wirklichkeit gewinnt und welche Folgen das hat. Professor Dr. Richard Toellner war bis 1995 Direktor des Instituts für Theorie und Geschichte der Medizin der Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Zur Person

Richard Toellner, geb. 1930, studierte Medizin, Evangelische Theologie und Geschichte in Mainz, Tübingen und Rom. Er war von 1971 bis 1974 Direktor des Institut für Medizingeschichte der Freien Universität Berlin und danach von 1974 bis 1995 Direktor des Instituts für Theorie und Geschichte der Medizin der Universität Münster. Von 1983 bis 1988 Mitglied des Vorstandes des Arbeitskreises Medizinischer Ehtikkommissionen in der Bundesrepublik Deutschland; 1988 bis 1998 Vorsitzender der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät Münster und der Landesärztekammer Westfalen-Lippe.

Ausgewählte Veröffentlichungen