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Arm und reich in Deutschland


Prof. Dr. Michael Hartmann
Sendezeit: So. 21.10.2012, 8.00h

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Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich im letzten Jahrzehnt in Deutschland so schnell vertieft wie in kaum einem anderen Industrieland. Inzwischen besitzt das oberste Promille der Bevölkerung fast ein Viertel des gesamten Vermögens. Die untere Hälfte dagegen hat so gut wie nichts. Auf der einen Seite verdienen Topmanager Millionen, auf der anderen haben wir einen Billiglohnsektor mit Stundenlöhnen von maximal sieben Euro. Dort arbeitet inzwischen jeder neunte Beschäftigte. Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Wohnbedingungen und in der Gesundheit nieder. Arme sind häufiger krank und sterben durchschnittlich zehn Jahre früher. Maßgeblich verantwortlich sind, so Michael Hartmann, politische Beschlüsse zur Besteuerung von hohen Vermögen und Einkommen sowie die Hartz-Gesetze.

Zur Person

Michael Hartmann, geboren 1952 in Paderborn

1971-1976

Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Marburg und Hannover

1976

M.A. in Soziologie und Politikwissenschaften

1979

Promotion an der Universität Hannover

1982

Habilitation an der Universität Osnabrück

1984-1999

Leitung mehrerer DFG-Projekte und Vertretungs- und Gastprofessuren

Seit 1999

Professor für Soziologie an der TU Darmstadt

Ausgewählte Veröffentlichungen