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Kampf um Strom
Prof. Dr. Claudia Kemfert
im Gespräch mit Dr. Ulrich Höpfner
Sendezeit: So. 13.10.2013, 8.00h
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Zum Vortrag
Nach der Katastrophe von Fukushima beschloss die Bundesregierung die „Energiewende“. Acht Atomkraftwerke wurden vom Netz genommen, alle noch in Betrieb Befindlichen sollen bis 2022 sukzessive abgeschaltet werden. Die Organisation einer nachhaltigen Energieversorgung ist ohne Frage eine der dringlichsten öffentlichen Aufgaben. Doch sie kommt nicht so richtig in Gang, denn Atomausstieg alleine reicht nicht. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist kompliziert; momentan scheint eher Chaos zu herrschen: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sollte erst abgeschafft werden, dann wieder doch nicht, Offshore-Windparks werden mit viel Wind gestartet, dann gestoppt. Stromnetze werden geplant, aber nicht gebaut. Plötzlich weiß niemand mehr, wo es eigentlich langgeht. Stattdessen beherrschen Lobbyisten unterschiedlichster Herkunft die Diskussion, das Unternehmen scheint unbezahlbar, und die Menschen sehnen sich nach den Zeiten zurück, als der Strom einfach nur aus der Steckdose kam.
Claudia Kemfert beschreibt die Hintergründe der aktuellen Diskussion, sie erklärt, wie die Energiewende gelingen kann und sie mahnt: Jetzt ist die Zeit zu handeln. Denn die Energiewende hat gerade erst begonnen!
Zur Person
Claudia Kemfert studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Bielefeld und Oldenburg (Promotion 1998) und Stanford. Im Rahmen eines Forschungsaufenthalts war sie an der Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) in Mailand (1998). Von Januar 1999 bis April 2000 leitete sie die Forschernachwuchsgruppe am Institut für rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart. Außerdem war sie Gastprofessorin an den Universitäten von St. Petersburg (2003/04), Moskau (2000/01) und Siena (1998, 2002/03). Von 2000 bis 2004 hatte Claudia Kemfert eine Stelle als Juniorprofessorin inne und leitete eine Forschernachwuchsgruppe an der Universität Oldenburg.
Seit April 2004 leitet Professor Dr. Claudia Kemfert die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG). Von 2004 bis 2009 hatte sie die Professur für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität inne. Claudia Kemfert ist Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz. Claudia Kemfert wurde im Jahr 2006 als Spitzenforscherin im Rahmen der Elf der Wissenschaft von der DFG, der Helmholtz und der Leibniz Gesellschaft ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie die Urania Medaille und dem B.A.U.M Umweltpreis in der Kategorie Wissenschaft.
Claudia Kemfert war Beraterin von EU Präsident José Manuel Barroso und ist in Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen sowie Bundes- und Landesministerien sowie der EU Kommission tätig.
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Kampf um Strom: Mythen, Macht und Monopole. Murmann Verlag, Hamburg, 2013
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Jetzt die Krise nutzen . Murmann Verlag, Hamburg, 2009
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Klimaschutz: Innovation statt Depression. Management Engineers, Düsseldorf (Management Essentials), 2008
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Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression. Hamburg : Murmann Verlag, Hamburg, 2008
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Die Energiepolitik zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit - Chancen und Perspektiven für die Energieversorgung (Hrsg. zus. mit F. Müller). Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 76, 1, 2007
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Die ökonomischen Kosten des Klimawandels (Hrsg. zus. mit B. Praetorius). Vierteljahresheft des DIW, 02, 2005
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(2005): Fünfzig Jahre nach morgen - wo werden wir sein? Die ökonomischen Kosten des Klimawandels ; Antrittsvorlesung 1. Dezember 2004. Humboldt-Universität, Berlin, 2005 (Öffentliche Vorlesungen)
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Makroökonomische Wirkungen umweltökonomischer Instrumente - Eine Untersuchung der Substitutionseffekte anhand ausgewählter volkswirtschaftlicher Modelle für Deutschland (Macroeconomic Effects of Environmental Policy - An Analysis of the Substitution Effects with different Economic Models for Germany). Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, 1998


