Weiterführende Informationen zur Sendung
Gerechtigkeit und kommunikative Freiheit.
Überlegungen im Anschluss an Hegel
Prof. Dr. Axel Honneth
Sendezeit: So. 11.02.2007, 8.30h
Zum Vortrag
Im akademischen Betrieb scheint heute ein breiter Konsens im Hinblick auf die Frage zu bestehen, wie die Prämissen einer Theorie sozialer Gerechtigkeit beschaffen sein müssen. Seit der frühen Neuzeit hat sich nämlich nicht nur in der Philosophie, sondern nach und nach auch in der Alltagskultur der westlichen Gesellschaften jenes Freiheitskonzept durchgesetzt, das für unser heutiges Verständnis von sozialer Gerechtigkeit ausschlaggebend ist. In ihm kommt zu Bewusstsein, dass sich das moderne Individuum weit genug aus allen traditionellen Bindungen herausgelöst hat, um über die maßgeblichen Ziele seines Lebens selber zu bestimmen. Die Schaffung gerechter Sozialverhältnisse soll vor allem dem Zweck dienen, dem Einzelnen ein möglichst großes Maß an persönlicher Autonomie zu gewährleisten. Professor Dr. Axel Honneth lehrt Sozialphilosophie an der Universität Frankfurt.
Zur Person
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1949 |
geb. in Essen |
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1969–1976 |
Studium der Philosophie, Soziologie und Germanistik in Bonn, Bochum und Berlin |
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1977–1982 |
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Soziologie der FU Berlin |
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1982 |
Promotion an der FU Berlin |
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1982–1983 |
Forschungsstipendium durch Prof. Jürgen Habermas, am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften, München |
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1983 |
Hochschulassistent von Prof. Dr. Jürgen Habermas am Fachbereich Philosophie der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt/Main |
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1985 |
Gastdozentur an der McGill University, Montreal, Canada |
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1987 |
Gastdozentur an der Kyoto University, Kyoto, Japan |
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1989–1990 |
Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin |
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1990 |
Habilitation am Fachbereich Philosophie der J. W. Goethe-Universität, Frankfurt/Main |
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1991 |
C3-Professor für Philosophie an der Universität Konstanz |
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1992 |
C4-Professor für politische Philosophie an der FU Berlin |
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1995–1996 |
Theodor-Heuss-Gastprofessur an der New School, New York, USA |
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1996 |
C4-Professor für Sozialphilosophie an der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt/Main; Mitglied des Kollegiums des Instituts für Sozialforschung, Frankfurt/Main |
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1999 |
Vertretung des Spinoza-Lehrstuhls am Department of Philosophy der University of Amsterdam |
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seit 2000 |
Geschäftsführender Direktor am Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main |
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2005 |
Tanner Lectures on Human Values an der University of California, Berkeley |
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2006 |
Gastprofessur an der Ecole des Hautes Etudes et Sciences Sociales, Paris |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Soziales Handeln und menschliche Natur, Anthro-pologische Grundlagen der Sozialwissenschaften (zus. mit Hans Joas). Campus Verlag, Frankfurt /M., 1980
- Kritik der Macht. Reflexionsstufen einer kritischen Gesellschaftstheorie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 1985
- Die zerrissene Welt des Sozialen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 1989, erw. Auflage 1999
- Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 1992, erw. Auflage 2003
- Desintegration. Bruchstücke einer soziologischen Zeitdiagnose. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt /M., 1994
- Das Andere der Gerechtigkeit. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 2000
- Leiden an Unbestimmtheit. Versuch einer Reaktualisierung der Hegelschen Rechtsphilosophie. Reclam Verlag, Stuttgart, 2001
- Unsichtbarkeit. Stationen einer Theorie der Intersubjektivität. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 2003
- Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse (zus. mit Nancy Fraser). Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 2003
- Verdinglichung. Eine anerkennungstheoretische Studie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt /M., 2005


