Weiterführende Informationen zur Sendung
Zwei Vorträge in einer Sendung
Die Begriffe „Leben“ und „Tod“ verweisen aufeinander: Einer kommt ohne den anderen nicht aus. Die großen Weltreligionen sehen im Tod einen Übergang in eine andere Welt. Dabei stellen sie Tod und Sterben in einen umfassenden Zusammenhang, der allem, was existiert, Sinn verleiht. Die Gegenposition des Existenzialismus sieht im Tod den Inbegriff der Absurdität und verneint jede Sinngebung menschlicher Existenz.
Die beiden Vorträge dieser Sendung werfen einen Blick auf Fragen nach dem Sinn des Todes und zeigen, dass dieser keinen Sinn aus sich heraus hat, sondern dass ihm seine Bedeutung jeweils kulturell, religiös, philosophisch oder geschichtlich zugeschrieben wird. Professor Dr. Peter Gross lehrt Soziologie an der Universität St. Gallen und ist außerdem in der Managementberatung und als Autor und Kolumnist verschiedener Zeitungen tätig. Professor Dr. Hans-Georg Soeffner ist Ordinarius für Kultur- Wissens- und Religionssoziologie an der Universität Konstanz.
Referent Prof. Dr. Peter Gross
Endlich. Der Stachel des Todes
Prof. Dr. Peter Gross
Sendezeit: So. 16.12.2007, 8.30h
Zur Person
Peter Gross ist Professor für Soziologie an der Universität St. Gallen (HSG). Studium der Soziologie, Nationalökonomie und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Zürich und Bern. Lizentiat (lic. rer. pol.) und Doktorat (Dr. rer. pol.) Universität Bern. Habilitation an der Universität Konstanz. Assistenz und Dozenturen an den Universitäten Konstanz und Freiburg im Breisgau. 1979-1989 Professor für Soziologie und Sozialstruktur im internationalen Vergleich an der Otto-Friedrichs-Universität Bamberg. Seit 1989 Ordinarius für Soziologie an der Universität St. Gallen (HSG). 1996-1998 Dekan der volkswirtschaftlichen Abteilung. Er ist außerdem tätig in Ausbildung und Beratung öffentlicher und privater Institutionen. Mitglied diverser wissenschaftlicher und nicht-wissenschaftlicher Vereine und Gesellschaften, u.a. PEN International, Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften.
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Die Multioptionsgesellschaft. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main,1994 (10. unveränd. Aufl. 2005)
- Ich-Jagd – Im Unabhängigkeitsjahrhundert. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1999 (2. unveränd. Aufl. 1999)
- Kontingenzmanagement – Über das Management der Ungewissheit. Malik Management Zentrum, St. Gallen, 2004 (2. überarb. Aufl. 2005)
- Jenseits der Erlösung. Die Wiederkehr der Religion und die Zukunft des Christentumstranscript Verlag, Bielefeld, 2007
Referent Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner
Vom „Sinn“ des Todes in einer Gesellschaft ohne Jenseitsvorstellungen
Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner
Sendezeit: So. 16.12.2007, 8.30h
Zur Person
Hans-Georg Soeffner, geb. 1939, studierte Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Eberhardt-Karls-Universität Tübingen, Universität zu Köln und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, promovierte 1971 zum Dr. phil. in Bonn und habilitierte sich für Soziologie 1976 an der Universität Duisburg-Essen. Es folgten Professuren an der Universität Duisburg-Essen, der FernUniversität in Hagen und der Universität Potsdam. Von 1994 bis 2007 lehrte er Soziologie (Lehrstuhl für Soziologie in der Nachfolge von Thomas Luckmann) an der Universität Konstanz. Seit 2007 ist er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Todesnähe. Wissenschaftliche Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen. (zus. mit Hubert Knoblauch)
Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz - Gesellschaft ohne Baldachin. Kultur und Religion in der pluralistischen Gesellschaft. Velbrück Wissenschaft, Frankfurt/M., 2000
- Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. In: Kaesler, Dirk, Vogt, Ludgera (Hg.): Hauptwerke der Soziologie
Kröner Verlag, Stuttgart, 2000 - Die Perspektive der Kultursoziologie. In: Müller, Klaus E. (Hg.): Phänomen Kultur. – Perspektiven und Aufgaben der Kulturwissenschaften. transcript Verlag, Bielefeld 2003, S. 171-194
- Gewalt. Entwicklungen, Strukturen, Analyseprobleme. (zus. mit Wilhelm Heitmeyer, Hg.). Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main, 2004
- Die Kultur des Alltags und der Alltag der Kultur. In: Friedrich Jäger, Jörn Rüsen, (Hg.): Handbuch der Kulturwissenschaften.
- Themen und Tendenzen, Band 3. Metzler Verlag, Stuttgart, Weimar 2004, S. 399-411
- Zeitbilder. Versuche über Glück, Lebensstil, Gewalt und Schuld. Campus-Verlag, Frankfurt a.M., 2005


