Weiterführende Informationen zur Sendung
Glücklicher Zufall oder dunkles Geschick?
Vom Mut zur eigenen Erfahrung
Prof. Dr. Hermann Häring
Sendezeit: So. 23.12.2007, 8.30h
Zum Vortrag
Begriffe wie „Schicksal“, „Notwendigkeit“ oder „Zufall“ beziehen ihre Faszination aus den ungeklärten Zusammenhängen, die sie benennen sollen. Das Wort „Schicksal“ weckt heute noch archaische Gefühle, so als walte über allem eine anonyme Macht. Es geht immer um die Welt im Ganzen, deren Interpretationen zur Selbstbestätigung neigen. Hier stellt sich die existentiell verwirrende Frage ob, unter welchen Umständen und wie vorbehaltlos Menschen einer unberechenbaren Welt mit Vertrauensvorschuss und Freiheitswissen begegnen können. Professor Dr. Hermann Häring lehrte bis 2005 Wissenschaftstheorie und Theologie an der Universität Nimwegen und war Leiter des dortigen Instituts für Religion, Wissenschaft und Kultur.
Zur Person
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Hermann Häring, geb. 1937 in Pforzheim |
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1958–1961 |
Studium der Philosophie in München /Pullach. Philosophischer Lizentiatsabschluss mit einer Arbeit zur Hegels Geschichtsphilosophie (lic.phil.) |
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1961-1964 |
Pädagogische und pastorale Tätigkeit |
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1964-1968 |
Studium der katholischen Theologie in Tübingen (dipl.theol.) mit Schwerpunkt Dogmatik (L. Scheffcyk, J. Ratzinger, H. Küng) |
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1968-1970 |
Vorbereitung der Promotion zum Kirchenbild von R. Bultmann und der Bultmannschule (Begleitung: H. Küng) |
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1970 |
Promotion in Katholischer Theologie, Tübingen, zum ökumenischen Thema „Das Kirchenbild der Bultmannschule“ |
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1970-1980 |
Mitarbeiter am Institut für Ökumenische Forschung der Universität Tübingen (Leitung: H. Küng) |
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1978 |
Habilitation im Fach Dogmatische und Ökumenische Theologie mit einer Arbeit zur Frage des Bösen bei Augustin |
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1980-1999 |
Professor für Dogmatische Theologie an der Universität Nijmegen (Niederlande) |
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April 1999 |
bis Professor für Wissenschaftstheorie und Theologie an der Universität Nijmegen |
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Juli 2005 |
(Niederlande), zugleich Direktor des interdisziplinären Instituts für Theologie, Wissenschaft und Kultur (Heyendaal Instituut) an der Universität Nijmegen |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Kirche und Kerygma. Das Kirchenbild in der Bultmannschule (Dissertation). Herder Verlag, Freiburg, 1972
- Anerkennen wir die Ämter. Benziger Verlag, Zürich, 1974
- Die Macht des Bösen. Das Erbe Augustins (Habilitation). Benziger Verlag, Zürich, 1979
- Was bedeutet Himmel? Benziger Verlag, Zürich, 1980
- Zum Problem des Bösen in der Theologie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1985
- Hans Küng. Grenzen durchbrechen. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz, 1998
- Das Böse in der Welt. Gottes Macht oder Ohnmacht?. Wissenschaftliche Buchgesellschaft und Primus-Verlag, Darmstadt, 1999
- Theologie und Ideologie bei Joseph Ratzinger. Patmos Verlag, Düsseldorf, 2001
- Glaube ja, Kirche nein? Die Zukunft christlicher Konfessionen. Primus Verlag, Darmstadt, 2002


