Weiterführende Informationen zur Sendung
Schicksal und Notwendigkeit im antiken Mythos
PD Dr. Udo Reinhardt
Sendezeit: So. 27.01.2008, 8.30h
Zum Vortrag
Die grundlegenden Menschheitsfragen nach Schicksal und Notwendigkeit, Zufall und Vorherbestimmung, Entscheidungsfreiheit und persönlicher Schuld werden in der europäischen Kulturentwicklung erstmals im antiken Mythos behandelt. Im Zentrum dieses Vortrags stehen zwei große literarische Stoffe der Antike: die Sage von Ödipus und der Trojanische Krieg. Udo Reinhardt entwickelt das Thema mit repräsentativen Wort- und Bildbelegen und fragt abschließend nach der Aktualität dieser mythischen Vorstellungen für unsere Zeit. PD Dr. Udo Reinhardt lehrte bis 2007 als akademischer Direktor am Seminar für Klassische Philologie der Universität Mainz und beschäftigt sich seit Jahren mit Tradition und Rezeption griechischer Mythen in der europäischen Kultur.
Zur Person
Udo Reinhardt, geb. 1942, 1952-1961 Gymnasium an der Stadtmauer Bad Kreuznach (Humanistischer Zweig), 1961-1968 Studium der Klassischen Philologie an den Universitäten Mainz und Tübingen; Promotion 1974, kumulative Habilitation 2003, bis zur Emeritierung 2007 akademischer Direktor am Seminar für Klassische Philologie der Universität Mainz; speziell in den letzten zwei Jahrzehnten intensive Beschäftigung mit Tradition und Rezeption antiker Mythen in der europäischen Kultur, Literatur und Bildenden Kunst.
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Andromeda und Angelica. Zum Motiv 'Königstochter - Held - Ungeheuer' in der literarischen und bildlichen Tradition des Abendlandes. In: Die Rezeption der Metamorphosen des Ovid in der Neuzeit (Ikonographische Repertorien zur Rezeption des antiken Mythos in Europa 1), 193-213. Mann Verlag, Berlin, 1995
- Griechische Mythen in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts (Materialien - Typologie - Dokumentation) In: Der antike Mythos und Europa (Ikonographische Repertorien zur Rezeption des antiken Mythos in Europa. Beiheft 2), 190-228. Mann Verlag, Berlin, 1997
- Griechische Mythen in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Highlights zu Homers Odyssee und Ovids MetamorphosenIn: Gymnasium 107, 2000, 25-71. Das Neueste von Venus. Bilder der Liebesgöttin als Spiegel der Zeit in der Kunst des 20. Jahrhunderts
- In: Faszination Venus. Bilder einer Göttin von Cranach bis Cabanel. Ausstellungskatalog Köln, Wallraf-Richartz-Museum 14.10.2000 - 7.1.2001 (u.a.), 206-221
- Angelika Kauffmann und Homer. In: Jahrbuch Vorarlberger Landesmuseumsverein - Freunde der Landeskunde 144,2000, 131-198
- Ovids Metamorphosen in der modernen Kunst. Eine visuelle Ergänzung für die Schullektüre. Buchner Verlag, Bamberg, 2001 (Auxilia 48)
- Der Renaissancebrunnen von Schloss Tanzenberg (1563) auf dem Hauptplatz in Friesach. In: S(PR)ING.BRUNNEN. Mnemosyne & Vergegenwärtigung. SynArt, Tanzenberg, 2002, 36-59
- Themen griechischer Mythen in der Bildenden Kunst der DDR: Parisurteil - Sisyphus - Kassandra - Ikarus (2003)In: Württembergischer Verein zur Förderung der Humanistischen Bildung, Heft 23, 93-135 (im Druck)
- Themen griechischer Mythen als Ausdruck künstlerischen Widerstands im Dritten Reich. In: Antiker Mythos, erzählt und angewandt bis in die Gegenwart. Symposion Wien 15.-17. November 2001. Wien: ÖAW 2004, 279-307
- Danae e Santa Barbara. Mito classico e leggenda cristiana. In: Studi Umanistici Piceni 25, 2005, 125-136
- Tiepolos Freskenzyklus zu Vergils Aeneis in der Villa Valmarana. In: Der Altsprachliche Unterricht 50, 2 (2007) 62-71
- Eustazio, Benedetto Lampridio e Giulio Romano. La scena centrale del soffitto nella Sala di Troia nel Palazzo Ducale di Mantova. In: Studi Umanistici Piceni 27, 2007, 233-250
- Themen antiker Mythen in der Karikatur der jüngsten Gegenwart. In: Martin Korenjak/ Stefan Tilg (Hrsg.). Pontes IV. Die Antike in der Alltagskultur der Gegenwart. StudienVerlag, Innsbruck, Wien, Bozen, 2007 (Comparanda Bd.9), 191-204
- Hellenistische Reliefbecher mit Szenen aus Dramen des Euripides und die antiken Anfänge textbegleitender Illustrierung (2006). In: Wiener Studien 2008 (im Druck)


