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Das „Prinzessin-auf-der-Erbse-Syndrom“.
Kritische Überlegung zum Unbehagen an der Medizin

Prof. Dr. Odo Marquard
Sendezeit: So. 27.04.2008, 8.30h

Zum Vortrag

Die Errungenschaften der modernen Medizin haben den Menschen viele Lebensvorteile beschert. Diese sind uns heute so selbstverständlich, dass die frühere Gefangenschaft der Menschen in Mühsal, Not, Krankheit, Schmerz und Leiden in Vergessenheit gerät. Warum wird der medizinische Fortschritt heute um so mehr kritisiert, je mehr Lebensvorteile er herbei führt? Professor Dr. Odo Marquard lehrte bis 1993 Philosophie an der Universität Gießen. Von 1985 bis 1987 war er Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland.

Zur Person

Odo Marquard, geboren 1928, studierte Philosophie, Germanistik, Theologie in Münster und Freiburg. 1954 Promotion bei Max Müller in Freiburg. 1963 Habilitation und Privatdozent für Philosophie in Münster. Ab 1965 ordentlicher Professor für Philosophie in Gießen. 1982/83 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. V on 1985 bis 1987 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. 1993 emeritiert. 1994 Ehrendoktor der Universität Jena. Seit 1995 ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Auszeichnungen: 1984 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 1992 Erwin-Stein-Preis; 1996 Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik, 1997 Hessischer Kulturpreis für Wissenschaft.

Ausgewählte Buchveröffentlichungen