Weiterführende Informationen zur Sendung
Wer regiert die Welt und mit welchem Recht?
Prof. Dr. Michael Zürn
Sendezeit: So. 22.02.2009, 8.30h
Zum Vortrag
Geht die Vorherrschaft der USA mit der internationalen Finanzkrise zu Ende? Wird China bald die mächtigste Nation der Welt sein? Oder regieren in Zukunft nicht mehr Staaten, sondern multinationale Unternehmen und transnationale Nichtregierungsorganisationen die Welt? Ist mit einem System der „Global Governance“, in dem internationale Normen die Hauptrolle spielen, zu rechnen? Wie sind die politikrelevanten Ressourcen zwischen den Schlüsselakteuren des Systems aufgeteilt und welche Machtpositionen ergeben sich daraus? Michael Zürn skizziert die gegenwärtigen Entwicklungen der Weltpolitik und zeigt, dass Normen zwar im internationalen System eine größere Rolle spielen als gemeinhin angenommen, dass sie aber in vielerlei Hinsicht Normen sind, die Ungleichheit festschreiben.
Zur Person
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14. Februar 1959 |
geboren in Esslingen a. N. |
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1987 |
Erstes Staatsexamen, Politikwissenschaft / Germanistik, Universität Tübingen |
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1991 |
Promotion an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universität Tübingen |
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1991 |
Visiting Professor, Graduate School of International Studies, University of Denver, Colorado |
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1991-1993 |
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen |
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1992-1993 |
Thyssen Research Fellow am Center for International Affairs, Harvard University, Cambridge, MA |
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Seit 1993 |
Professur „Internationale und Transnationale Beziehungen inklusive Friedens- und Konfliktforschung“ im Studiengang Politikwissenschaft an der Universität Bremen |
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1993-1996 |
Research Scholar, International Institute for Applied Systems Analysis, Laxenburg |
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Seit 1995 |
Leitung des Instituts für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) |
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1997-2000 |
Direktor des Zentrums für Europäische Rechtspolitik, Bremen |
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1999 |
Fellow am Centre for Advanced Studies, Norwegian Academy of Social Sciences, Oslo |
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2001–2003 |
Direktor des Instituts für Politikwissenschaft, Universität Bremen |
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2001-2003 |
Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Graduate School of Social Sciences, Universität Bremen |
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2002–2004 |
Mitbegründer und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 597 an der Universität Bremen, "Staatlichkeit im Wandel" |
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Seit 2004 |
Direktor der Abteilung “Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen” am WZB - Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung |
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2004 |
Founding Dean der Hertie School of Governance |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Im Zeitalter der Globalisierung? Thesen und Daten zur gesellschaftlichen und politischen Denationalisierung (zus. mit Marianne Beisheim, Sabine Dreher, Gregor Walter, Bernhard Zangl). Nomos Verlag, Baden-Baden, 1999
- Frieden und Krieg. Sicherheit in der nationalen und postnationalen Konstellation (zus. mit Bernhard Zangl). Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2003
- Die neuen Internationalen Beziehungen. Forschungsstand und Perspektiven in Deutschland, (Hg. zus. mit Günther Hellmann, Klaus-Dieter Wolf). Nomos Verlag, Baden-Baden, 2003
- Verrechtlichung – Baustein für Global Governance? (Hg. zus. mit Bernhard Zangl). Dietz Verlag, Bonn, 2004
- Regieren jenseits des Nationalstaates. Globalisierung und Denationalisierung als Chance. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2005
- Transformationen des Staates? (Hg. zus. mit Stephan Leibfried). Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2006
- Macht und Ohnmacht internationaler Institutionen (Hg. zus. mit Andreas Hasenclever, Klaus-Dieter Wolf)
Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2007 - Private Hochschulen in Deutschland – Reformmotor oder Randerscheinung? Hertie School of Governance (Hg. zus. mit Detlef Müller-Böling). Berlin, 2007
- Governance in einer sich wandelnden Welt (Hg. zus. mit Gunnar Folke Schuppert). PVS Politische Vierteljahresschrift, Sonderheft 41, VS Verlag, Wiesbaden, 2008


