Weiterführende Informationen zur Sendung
Die Zukunft der Erwerbsarbeit
Dr. Gert Keil
Sendezeit: So. 05.04.2009, 8.30h
Zum Vortrag
Die Mehrzahl der Soziologen ist überzeugt, dass uns die Arbeit ausgeht. Die Mehrzahl der Ökonomen hält dies für unwahrscheinlich. Der Braunschweiger SozialhistorikerGerhard Schildt belegt in einer Untersuchung, dass das Erwerbsarbeitsvolumen in der deutschen Industriegesellschaft in den letzten 120 Jahren um mehr als fünfzig Prozent gesunken sei. Der Arbeitsmarktforscher Bernhard Teriet erhellt, wie gleichwohl die Zahl der Arbeitsplätze erhöht werden konnte ... Gert Keil geht in diesem Vortrag Fragen nach den Grundlagen unserer Sozialordnung nach. Dominiert das Muster der alten Industriegesellschaft auch unsere Wissens- und Dienstleitungsgesellschaft? Stellen Arbeitszeitverkürzung und die Inkaufnahme prekärer Arbeitsverhältnisse die einzige Möglichkeit dar, einer ansteigenden Arbeitslosigkeit zu begegnen?
Zur Person
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1947 |
geboren in Nürnberg |
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ab 1968 |
Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Theaterwissenschaften an der Friedrich Alexander Universität Erlangen |
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ab 1970 |
Autodidaktisches Studium der Volkswirtschaft eigene Lehrveranstaltungen in Wissenschaftstheorie, Logik und Ethik |
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1976 |
Promotion im Fach Philosophie an der Universität Erlangen |
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1976–1980 |
Assistent bei Professor Dr. Paul Lorenzen, Universität Erlangen, Mitglied des Akademischen Senats |
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ab 1981 |
Lehrbeauftragter für Philosophie und Psychologie an der Universität Erlangen |
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1982-1989 |
Referent im Parteivorstand der SPD |
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ab 1987 |
kommissarischer Abteilungsleiter der Abteilung „Wahlen“ |
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1989-1995 |
Ministerialrat der Staatskanzlei des Saarlandes; zuständig für Grundsatzplanung und Grundlagen der Wirtschaftspolitik |
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ab 1994 |
Leiter des Stabs des saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine, Wahrnehmung mehrerer Aufsichtsratsmandate für das Land |
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1995-1998 |
selbständiger Politik- und Unternehmensberater (unter anderem Daimler Benz und Ministerpräsident Schröder in Niedersachsen) |
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ab 1998 |
freier Autor (Spiegel, Frankfurter Rundschau, Badische Zeitung et al) |
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2002-2008 |
Lehrbeauftragter der Universität Freiburg im Fach Soziologie |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- "Ein Kursbuch des Bündnisses?" Das Blair-Schröder-Papier gegen den Strich gelesen. In: "Bündis für Arbeit" (Hrsg. Hans-Jürgen Arlt, Sabine Nehls). Westdeutscher Verlag, Opladen 1999
- "Das Dritte Element". Spiegel Essay zur Erweiterung und Vertiefung Europas. Heft 40, Oktober 2000
- Die Zukunft der Sozialordnung. In: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Nr. 7+8, S. 25-29, 2004
- Was kann, was tut die Wirtschaftspolitik? Die Rückkehr der Geschichte in die Ökonomie. In: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Nr. 1+2, S. 30-34, 2005
- "In welcher Wirklichkeit leben wir eigentlich?". In: "Agendasetting und Reformpolitik" (Hrsg. Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel). Metropolis Verlag, Marburg, 2005
- Die Zukunft der Erwerbsarbeit. In: Reformpolitik für das Modell Deutschland (Hrsg. Dominik Haubner). Metropolis Verlag, Marburg, erscheint voraussichtlich im Mai 2009


