Weiterführende Informationen zur Sendung
Zwei Vorträge in einer Sendung


1. Hör auf zu suchen, fang an zu fragen! Kritische Google-Recherche
Prof. Dr. Geert Lovink

2. Globale Musik und digitale Welt: Grenzenlose Verfügbarkeit und kulturelles Gedächtnis
Birgit Ellinghaus
Sendezeit: So. 20.11.2011, 8.00h

Das Internet hat viele Aspekte unseres täglichen Lebens beeinflusst: Wie wir Kontakte pflegen, ein- und verkaufen, kommunizieren und vieles mehr. Am stärksten aber hat sich unser Verhalten bei der Informationssuche verändert. Eine unerschöpfliche Menge an Daten aller Art ist online verfügbar. Wie verändert sich unser Suchverhalten durch Google und Co? Und was sind die kulturellen Implikationen unserer Suchbesessenheit?. Es ist dringend erforderlich, neue Strategien zur Selektion von Informationen, neue Formen des Lernens und neue Haltungen gegenüber Inhalten zu entwickeln.
Auch der Zugang zur Musik, einer der wichtigsten Formen des immateriellen Kulturerbes, hat sich verändert. Gesellschaften haben sich stets bemüht, durch Tradierung und Archivierung ihren Bestand an Texten, Klängen und musikalischen Riten zu bewahren und verfügbar zu halten. Die digitale Revolution hat nun neue politische, ethische und technologische Bedingungen hervorgebracht, die das Fortbestehen des kulturellen Gedächtnisses und damit auch vieler lokalen Musiken weltweit grundsätzlich in Frage stellt. Welche Kriterien sollen über die Erhaltung oder den unwiederbringlichen Verlust von Musiken entscheiden?

Prof. Dr. Geert Lovink




Hör auf zu suchen, fang an zu fragen! Kritische Google-Recherche

Prof. Dr. Geert Lovink
Sendezeit: So. 20.11.2011, 8.00h

Zur Person

Geert Lovink, geboren 1959, studierte Politikwissenschaft an der Universität von Amsterdam und promovierte an der Universität Melbourne mit einer Arbeit über die „Dynamik der kritischen Internet-Kultur“. Im Jahre 2003 war er Postdoc-Fellow an der Universität Queensland in Brisbane. 2004 erhielt er einen Ruf als Forschungsprofessor an die Hogeschool van Amsterdam. Er ist Gründungsdirektor des dortigen Institute of network cultures, das sich der Kultur in virtuellen Netzwerken als soziales Phänomen widmet. Seit 2006 lehrt er als Professor an der European Graduate School in Saas-Fee. Daneben ist er Dozent für Neue Medien an der Universität von Amsterdam.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Birgit Ellinghaus




Globale Musik und digitale Welt: Grenzenlose Verfügbarkeit und kulturelles Gedächtnis

Birgit Ellinghaus
Sendezeit: So. 20.11.2011, 8.00h

Zur Person

Birgit Ellinghaus, geboren 1958, studierte Sozialarbeit/Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Medienpädagogik (Dipl. Soz. Päd.) in Düsseldorf. Danach leitete sie das soziokulturelle Zentrum „Café Grenzenlos“ in Düsseldorf und organisierte Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Tanzveranstaltungen, Lesereisen und Tourneen verschiedener Künstler im deutsch-türkischen Kontext. 1990 gründete sie das Kulturmanagement-Büro alba Kultur in Köln mit Spezialisierung auf internationale Kunst- und Kulturprojekte. Sie war Künstlerische Leiterin zahlreicher Festivals und entwickelte Projekte im Bereich Weltmusik und musikalische Vielfalt. 1997 gründete sie den Musikverlag und das Weltmusik-Label „Heaven and Earth“ in Köln und produzierte mehr als 20 Tonträger zeitgenössischer, ethnischer Musik mit Künstlern aus Afrika, Zentralasien und Europa.
Sie ist außerdem Jurorin für Musik- und Kunstwettbewerbe, Beraterin von Festivals, Organisationen, Kommunen und Institutionen im In- und Ausland.
Seit 2005 ist sie Mentorin für International Arts Management am Columbia College Chicago, seit 2006 Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik in Köln, seit 2009 Mitglied des Beirats „Kontaktstelle Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ zum Fachausschuss für Kultur der Deutschen UNESCO Kommission.

Veröffentlichungen