Weiterführende Informationen zur Sendung
Zwei Vorträge in einer Sendung
1. Cognitive Enhancement - was spricht dagegen?
Dr. Johann S. Ach
2. Kritisches zu Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht
Prof. Dr. Michael Soyka
Sendezeit: So. 09.01.2011
Ende letzten Jahres sorgte das Memorandum einer deutschen Expertengruppe zum sogenannten "Neuro-Enhancement" für Aufsehen. Darunter versteht man die Einnahme psycho-pharmakologischer Medikamente mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu verbessern. Unter amerikanischen Studenten beispielsweise ist der Konsum von Ritalin inzwischen weit verbreitet. Und auch bei uns haben laut einer anonymen Umfrage der DAK bereits etwa zwei Millionen Menschen mindestens einmal versucht, ihre Leistungsfähigkeit mittels entsprechender Psychopharmaka zu verbessern. Ein großer Markt für die Pharmaunternehmen tut sich hier auf. Aber welche Nebenwirkungen hat die Einnahme dieser Medikamente auf Gesunde? Verändern sie langfristig möglicherweise die Persönlichkeit? Und warum ist es denn nötig, den natürlichen Rahmen des eigenen Leistungsvermögens zu sprengen?
In dieser Sendung stellen zwei Vorträge Pro und Contra der aktuellen Diskussion vor.
Referent Dr. Johann S. Ach

Cognitive Enhancement – was spricht dagegen?
Dr. Johann S. Ach
Sendezeit: So. 09.01.2011, 8.00h
Zur Person
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Dr. Johann S. Ach, geboren 1961 in München, studierte Philosophie, Theologie, Soziologie und Erwachsenenbildung in Augsburg, Münster und Kaiserslautern |
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1993-1997 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem DFG-Forschungsprojekt über moralische Probleme der Organtransplantation am Philosophischen Seminar an der Universität Münster |
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1997 |
Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über moralische Probleme tierexperimenteller biomedizinischer Forschung an der Universität Münster |
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1998-2000 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt »Zur Selbstaufklärung der Bioethik« am Philosophischen Seminar der Universität Münster |
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2000-2002 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Enquete-Kommission »Recht und Ethik der modernen Medizin« des Deutschen Bundestages |
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seit 2003 |
Geschäftsführer des Centrums für Bioethik an der Universität Münster |
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seit 2009 |
wissenschaftlicher Koordinator der Kollegforschergruppe »Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik« |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Neuro-Enhancement. Ethik vor neuen Herausforderungen (Hrsg. zus. mit Bettina Schöne-Seifert, Davinia Talbot, Uwe Opolka). Mentis-Verlag, Paderborn, 2009. Das »Eugenik-Argument« in der bioethischen Diskussion – Differenzierungen und Anmerkungen. In: Zeithorizonte des Ethischen: Zur Bedeutung der Temporalität in der Fundamental- und Bioethik (Hrsg.: G. Pfleiderer, Chr. Rehman-Sutter). Kohlhammer Verlag, Stuttgart, 2006, S. 217-233
- Totipotenz und Potentialität: Zum moralischen Status von Embryonen bei unterschiedlichen Varianten der Gewinnung humaner embryonaler Stammzellen (zus. mit Ludwig Siep, Bettina Schöne-Seifert). In: Jahrbuch für Wissenschaft und Ethik, Band 11. Walter de Gruyter Verlag, Berlin, New York, 2006, S. 261-321
- Bioethik und Menschenwürde. In: Der Wet der Menschenwürde (Hrsg.: Christian Thies). Schöningh Verlag, Paderborn, 2006, S. 107-120
- no body is perfect. Baumaßnahmen am menschlichen Körper– Bioethische und Ästhetische Aufrisse (Hrsg. zus. mit Arnd Pollmann). transcript Verlag, Bielefeld, 2006
- Bioethik: Disziplin und Diskurs. Zur Selbstaufklärung angewandter Ethik. (zus. mit Christa Runtenberg). Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2002
- Ethik in der Medizin (Hrsg.: Urban Wiesing unter Mitwirkung von Johannes-S. Ach, Matthias Bormuth und Georg Marckmann). Ein Reader. Reclam Verlag, Stuttgart, 2000
Referent Prof. Dr. Michael Soyka

Kritisches zu Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht
Prof. Dr. Michael Soyka
Sendezeit: So. 09.01.2011, 8.00h
Zur Person
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Michael Soyka, geboren 1959 in Berlin, studierte Medizin in Kiel, Würzburg, München und London |
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1983 |
Drittes Staatsexamen und Approbation an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1984 |
Promotion zum Dr. med. an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1985-1989 |
Wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1990-1991 |
Assistenzarzt an der Neurologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München der in Großhadern |
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1991-1993 |
stellvertretender Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie der Nervenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1994 |
Habilitation mit einer Arbeit zum Thema: »Suchterkrankungen bei Schizophrenien« |
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1994-2005 |
an der Psychiatrischen Klinik der Universität München |
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1995 |
Gewinn des Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreises der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) |
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1996 |
Gewinn des Wilhelm-Griesinger-Preises der Berliner Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie |
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2000 |
Gewinn des Hermann-Simon-Preises für Sozialpsychiatrie der DGPPN |
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seit 2001 |
apl. Professor für Psychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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2004 |
Anerkennung Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie und Neurologie |
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2005 |
Forschungspreis des Norddeutschen Suchtforschungsverbandes |
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seit 2006 |
Ärztlicher Direktor der Privatklinik Meiringen, Schweiz |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Drogennotfälle: Diagnostik, Klinisches Erscheinungsbild, Therapie. Schattauer Verlag, Stuttgart, 2009
- Wenn Alkohol zum Problem wird. Suchtgefahren erkennen– Den Weg aus der Abhängigkeit finden. Trias Verlag, Stuttgart, 5. Aufl. 2009
- Neuro-Enhancement aus suchtmedizinischer Sicht. In: Der Nervenarzt, 7/2009, S. 837-839. Springer Verlag, Heidelberg
- Wenn Frauen töten: Annäherungen an das Phänomen weiblicher Gewalt. Schattauer Verlag, Stuttgart, 2005
- Drogen- und Medikamentenabhängigkeit. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1998
- (Hrsg.) Suchtmedizin in Forschung und Praxis (Fachzeitschrift)


