Weiterführende Informationen zur Sendung
Wie viel ist der Mensch wert?
Die Antworten der Literatur
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Sendezeit: So. 20.02.2011, 8.00h
Zum Vortrag
„Wie viel ist ein Mensch wert?“ – Was für eine Frage! Als ob man ein Menschenleben mit Geld aufwiegen könnte. Nun, man kann. Man kann es nicht nur, man tut es. Alle tun es. Tagtäglich: Rentenversicherungsanstalten, Krankenkassen, Börsen. Regierungen, wenn sie um die Höhe von Lösegeldern verhandeln, Kliniken, wenn sie berechnen, welche Maßnahme sich für welchen Fall – noch – rechnet. Etwas in uns rechnet immer nach und fragt dauernd, wenngleich häufig fast unhörbar: „Lohnt sich das?“ Normalerweise wird dieser schnöde materialistische Kern unseres Alltags unter einer Menge humanistischer Floskeln verborgen. Nur die Literatur führt nüchtern Bilanz über unser Kosten-Nutzen-Denken ...
Zur Person
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Jürgen Wertheimer, geboren 1947 in München |
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1969-1973 |
Studium der Germanistik, Komparatistik, Anglistik und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Siena und Rom |
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1984/85 |
Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Neuere deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft) |
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1986/87 |
Ernennung zum Professeur associé für "Littérature allemande" an der Universität Metz |
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1991 |
Berufung auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik, Universität Tübingen |
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1994/95 |
Professeur invité an der Université Paris 8 |
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seit 1992 |
Mitherausgeber der Zeitschrift „arcadia“ |
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seit 1993 |
Kulturkonflikte / Integration – Abwehr – Konflikt. Plurikulturelle Räume am Beispiel von Berlin–Barcelona –Sarajewo |
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seit 1993 |
Tübinger Celan-Ausgabe |
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1996-2004 |
Tübinger Poetik-Dozentur |
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2004-2006 |
Forum der Welt-Literaturen |
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seit 2008 |
Mitinitiator des Kooperationsprojekts „Werte Welten“ in Tübingen |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Die Venus aus dem Eis. Wie vor 40 000 Jahren unsere Kultur entstand (zus. mit Nicholas J. Conrad). Albrecht Knaus, München, 2010
- Als Maria Gott erfand. Pendo, München, 2009 (Roman)
- Sisyphos & Bumerang. Zwischenberichte. Klöpfer & Meyer, Tübingen, 2006
- Schillers Spieler und SchurkenKonkursbuchverlag. Konkursbuchverlag, Tübingen, 2005
- Abenteuer Alltag. Europäische Romane von Cervantes bis Zola. Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2004
- Krieg der Wörter. Die Kulturkonfliktslüge. LiteraturWissenschaft.de, Marburg, 2003
- Konfliktherd Toleranz? Analysen, Sondierungen, Klarstellungen (Hrsg. mit Michael Kessler und Wolfgang Graf Vitzthum). Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2002
- Du wachst auf, und der Albtraum beginnt ... Europäische Romane des 20. Jahrhunderts. Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2002
- Zeichen lesen. Lese-Zeichen. Kultursemiotische Vergleiche von Leseweisen in Deutschland und China (Hrsg. mit Susanne Göße). Stauffenburg Verlag, Tübingen, 1999
- Don Juan und Blaubart. Erotische Serientäter in der Literatur. C.H. Beck Verlag, München, 1999
- Der Exodus aus Nazideutschland und die Folgen. Jüdische Wissenschaftler im Exil (Hrsg. mit Marianne Hassler). Attempto Verlag, Tübingen 1997
- Multikulturalität. Tendenzen, Probleme, Perspektiven (Hrsg. mit Michael Kessler). Stauffenburg Verlag, Tübingen, 1995
- Von Poesie und Politik. Zur Geschichte einer dubiosen Beziehung (Hrsg.). Attempto-Verlag, Tübingen, 1994
- "Überall in den Köpfen und Fäusten". Auf der Suche nach Ursachen und Konsequenzen von Gewalt (Hrsg. mit H. Thiersch). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1994
- Suchbild Europa – künstlerische Konzepte der Moderne (Hrsg.). Rodopi Verlag, Amsterdam, 1994
- "Der Güter gefährlichstes, die Sprache". Zur Krise des Dialogs zwischen Aufklärung und Romantik (Hölderlin, Diderot, Rousseau). Fink Verlag, München, 1990
- Ästhetik der Gewalt: ihre Darstellung in Literatur und Kunst (Hg.). Athenäum Verlag, Frankfurt am Main, 1986
- Dialogisches Sprechen bei Stefan George. Formen und Wandlungen. Fink Verlag, München, 1978


