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Geld verdirbt den Charakter.
Wie es zu den Exzessen in der Welt des Geldes gekommen ist
Prof. Dr. Joachim Starbatty
Sendezeit: So. 13.03.2011, 8.00h
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Zum Vortrag
Die derzeitige Finanzkrise wird gern auf die Gier und das moralische Versagen in der Banken- und Finanzwelt zurückgeführt. Die Anreizsysteme belohnten risikoreiches Handeln, die großen Zentralbanken stellten dermaßen billiges Geld zur Verfügung, dass kein Zweifel an ewiger Prosperität aufkam. Als schließlich die Blasen platzten, stürzten sie die Finanz- und Realwirtschaft in eine tiefe Depression. Es steht zu befürchten, dass wir noch lange nicht am Ende dieser Durststrecke angelangt sind.
Zur Person
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Joachim Starbatty, geboren 1940 in Düsseldorf |
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1960-1964 |
Studium der Volkswirtschaftslehre und der Politischen Wissenschaft an den Universitäten Köln, Freiburg/Br. und wieder Köln |
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1964 |
Diplomprüfung für Volkswirte in Köln |
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1967 |
Promotion zum Dr. rer.pol. |
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1965-1969 |
Wissenschaftlicher Assistent bei Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Müller-Armack |
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1969-1972 |
Wissenschaftlicher Referent für allgemeine Wirtschaftspolitik und internationale Währungspolitik bei der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag |
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1975 |
Habilitation durch die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln |
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1976 |
Wissenschaftlicher Rat und Professor für Wirtschaftspolitik an der Ruhr-Universität Bochum |
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1980 |
Stellv. Vorsitzender Aktionsgesellschaft Soziale Marktwirtschaft |
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seit 1983 |
Ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, an der Universität Tübingen |
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1985/86 |
Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen |
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seit 1986 |
Mitglied der Tübinger Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Internationale Wirtschaftsordnung“ |
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1990-1994 |
Stellvertretender Sprecher des Tübinger Graduiertenkollegs „Vertiefung der Europäischen Integration“ |
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1991 |
Gastprofessor an der University of Washington, Seattle |
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1991 |
Vorsitzender des Vorstands und des Wissenschaftlichen Beirats der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft |
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1991/93 |
Mitglied des Gründungssenats und Vorsitzender der Gründungskommission „Wirtschaftswissenschaft“ der wiedergegründeten Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder |
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1995 |
Gastprofessor an der University of Washington, Seattle |
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1995 |
Gastprofessor an der Doshisha-Universität Kyoto |
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1995 |
Verleihung der Ehrendoktor-Würde (Dr. rer.pol. h.c.) durch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder |
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2002 |
Gastprofessor an der University of Washington, Seattle |
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2003 |
Verleihung der Alexander Rüstow-Plakette durch die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft |
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2005 |
Emeritus seit 30. September 2005 |
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2008 |
Sprecher des Kooperationsnetzwerks „Jenaer Allianz“ zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Klassiker des ökonomischen Denkens: Von Platon bis John Maynard Keynes. Nikol Verlag, Hamburg, 2008
- Der Ökonom als Politiker. Europa, Geld und die soziale Frage (zus. mit Wilhelm Hankel, Karl A. Schachtschneider). Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2003
- Die Euro-Illusion (zus. mit Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl A. Schachtschneider, Karl Albrecht Schachtschneider). Rowohlt Taschenbuch-Verlag, Reinbek, 2001
- Wirtschafts- und Währungsunion auf dem Prüfstand. Schritte zur weiteren Integration Europas (Hrsg. zus. mit Rolf Hasse). Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2001
- Soll und Haben, 50 Jahre Soziale Marktwirtschaft (zus. mit Knut W. Nörr). Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1999
- Währungsunion und Weltwirtschaft (zus. mit Wilhelm Nölling und Karl A. Schachtschneider) . Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1999
- Die ordnungspolitische Dimension der EG-Technologiepolitik. In: ORDO - Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Bd. 38, 1987, S. 155-181
- Die englischen Klassiker der Nationalökonomie. Lehre und Wirkung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1985


