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Cognitive Enhancement – was spricht dagegen?
Dr. Johann S. Ach
Kritisches zu Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht
Prof. Dr. Michael Soyka
Sendezeit: So. 19.01.2014, 8.00h
Erstausstrahlung: So. 09.01.2011
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Unter "Neuro-Enhancement", „Cognitive Enhancement“ oder auch „Mind Doping“ versteht man die Einnahme psycho-pharmakologischer Medikamente mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu verbessern. Gerade jüngere Menschen gehen oft relativ sorglos mit diesen Mitteln um. Unter amerikanischen Studenten beispielsweise ist der Konsum von Ritalin inzwischen weit verbreitet. Und auch bei uns haben laut Umfragen bereits über zwei Millionen Menschen versucht, ihre persönliche Leistungsfähigkeit mittels entsprechender Psychopharmaka zu verbessern. Hier tut sich fraglos ein großer Markt für die Pharmaindustrie auf. Von Wissenschaftlern jedoch wird Neuro-Enhancement sehr unterschiedlich bewertet. Welche Nebenwirkungen hat die Einnahme dieser Medikamente auf Gesunde? Verändert sie langfristig möglicherweise die Persönlichkeit? Und müssen wir nicht vor allem fragen, warum es denn nötig sein soll, den natürlichen Rahmen des eigenen Leistungsvermögens zu sprengen?
In dieser Sendung stellen zwei Vorträge Pro und Contra dieser Diskussion vor.
Dr. Johann S. Ach

Cognitive Enhancement – was spricht dagegen?
Dr. Johann S. Ach
Sendezeit: So. 19.01.2014, 8.00h
Zum Vortrag
Zur Person
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1982-1991 |
Studium der Philosophie, Theologie, Soziologie und Erwachsenenbildung in Augsburg, Münster und Kaiserslautern |
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1993-1997 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem DFG-Forschungsprojekt über moralische Probleme der Organtransplantation am Philosophischen Seminar an der Universität Münster |
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1997 |
Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über moralische Probleme tierexperimenteller biomedizinischer Forschung an der Universität Münster |
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1998-2000 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt »Zur Selbstaufklärung der Bioethik« am Philosophischen Seminar der Universität Münster |
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2000-2002 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Enquete-Kommission »Recht und Ethik der modernen Medizin« des Deutschen Bundestages |
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seit 2003 |
Geschäftsführer des Centrums für Bioethik an der Universität Münster |
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seit 2009 |
wissenschaftlicher Koordinator der Kollegforschergruppe »Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik« |
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Nanobiotechnology, Nanomedicine and Human Enhancement. (Hrsg. zus. mit Beate Lüttenberg) (2009)
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Neuro-Enhancement. Ethik vor neuen Herausforderungen. (Hrsg. zus. mit Bettina Schöne-Seifert, Davinia Talbot, Uwe Opolka) (2009)
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Das »Eugenik-Argument« in der bioethischen Diskussion – Differenzierungen und Anmerkungen. In: Zeithorizonte des Ethischen (Hrsg.: G. Pfleiderer, Chr. Rehman-Sutter) (2006), S. 217-233
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Totipotenz und Potentialität: Zum moralischen Status von Embryonen bei unterschiedlichen Varianten der Gewinnung humaner embryonaler Stammzellen. (zus. mit Ludwig Siep, Bettina Schöne-Seifert). In: Jahrbuch für Wissenschaft und Ethik 11 (2006), S. 261-321
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Bioethik und Menschenwürde. In: Der Weg der Menschenwürde (Hrsg.: Christian Thies) (2006), S. 107-120
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no body is perfect. Baumaßnahmen am menschlichen Körper (Hrsg. mit Arnd Pollmann) Bioethische und Ästhetische Aufrisse (2006)
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Bioethik: Disziplin und Diskurs. Zur Selbstaufklärung angewandter Ethik (zus. mit Christa Runtenberg). 2002
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Ethik in der Medizin (Hrsg.: Urban Wiesing unter Mitwirkung von Johannes-S. Ach, Matthias Bormuth und
Georg Marckmann). Ein Reader, 2000
Name

Kritisches zu Neuro-Enhancement aus psychiatrischer Sicht
Prof. Dr. Michael Soyka
Sendezeit: So. 19.01.2014, 8.20h
Zur Person
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Michael Soyka, geboren 1959 in Berlin, studierte Medizin in Kiel, Würzburg, München und London |
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1983 |
Drittes Staatsexamen und Approbation an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1984 |
Promotion zum Dr. med. an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1985-1989 |
Wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1990-1991 |
Assistenzarzt an der Neurologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München der in Großhadern |
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1991-1993 |
stellvertrender Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie der Nervenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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1994 |
Habilitation mit einer Arbeit zum Thema: »Suchterkrankungen bei Schizophrenien« |
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1994-2005 |
Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik der Universität München |
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1995 |
Gewinn des Wilhem-Feuerlein-Forschungspreises der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) |
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1996 |
Gewinn des Wilhelm-Griesinger-Preises der Berliner Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie |
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2000 |
Gewinn des Hermann-Simon-Preises für Sozialpsychiatrie der DGPPN |
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seit 2001 |
apl. Professor für Psychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
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2004 |
Anerkennung Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie und Neurologie |
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2005 |
Forschungspreis des Norddeutschen Suchtforschungsverbandes |
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seit 2006 |
Ärztlicher Direktor der Privatklinik Meiringen, Schweiz |
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Drogennotfälle. Schattauer Verlag, Stuttgart, 2009
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Wenn Alkohol zum Problem wird. Suchtgefahren erkennen – Den Weg aus der Abhängigkeit finden. Trias Verlag, Stuttgart, 5. Aufl. 2009
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Neuro-Enhancement aus suchtmedizinischer Sicht. in: Der Nervenarzt, 7/2009, S. 837-839
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Wenn Frauen töten (2005). Schattauer Verlag, Stuttgart, 2005
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Drogen- und Medikamentenabhängigkeit. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Darmstadt, 1998 (Hrsg.) Suchtmedizin in Forschung und Praxis (Fachzeitschrift)


