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Recht und Willkür
Prof. Dr. Horst Dreier
Sendezeit: So. 10.05.2015, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 16.09.2012
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Zum Vortrag
Willkür ist der Inbegriff der Ungerechtigkeit. Tyrannische und totalitäre Ordnungen bezeichnen wir als Willkürherrschaften. Das Bundesverfassungsgericht hat Willkür bestimmt als "die tatsächliche und eindeutige Unangemessenheit der gesetzlichen Maßnahme im Verhältnis zu der tatsächlichen Situation, deren sie Herr werden soll". Wenn wir uns aber auf das in Willkür auch steckende Moment des subjektiven Willens besinnen, so eröffnen sich auch positive Konnotationen: Willensfreiheit, die grundrechtsgestützte Selbstbestimmung des Einzelnen und die demokratische Selbstorganisation eines politischen Gemeinwesens.
Zur Person
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Horst Dreier, geboren 1954 in Hannover |
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1975-1981 |
Studium der Rechtswissenschaften in Hannover |
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1985 |
Promotion |
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1989 |
Habilitation für die Fächer Öffentliches Recht, Rechtstheorie und Verwaltungswissenschaften an der Universität Würzburg |
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1989-1991 |
Lehrstuhlvertretungen in Würzburg und Heidelberg |
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1991-1995 |
Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre am Fachbereich Rechtswissenschaft I der Universität Hamburg |
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Seit 1995 |
Ordinarius für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg |
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2000-2004 |
DFG-Fachgutachter für des Gebiet Rechts- und Staatsphilosophie |
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2001-2007 |
Mitglied des Nationalen Ethikrates |
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2004-2006 |
Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer |
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2004-2008 |
Mitglied des DFG-Fachkollegiums Rechtswissenschaften, Rechts- und Staatsphilosophie, Rechtsgeschichte, Verfassungsgeschichte |
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Seit 2011 |
Mitglied des Scientific Advisory Board der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Wien |
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Seit 2015 |
Mitglied im Fachbeirat zum Ausstellungsprojekt „Der Luthereffekt 500 Jahre Reformation“ des Deutschen Historischen Museums |
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Idee und Gestalt des freiheitlichen Verfassungsstaates, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 2014
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Säkularisierung und Sakralität. Zum Selbstverständnis des modernen Verfassungsstaates, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 2013
-
Bioethik – Politik und Verfassung, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2013
-
Wissenschaft und Politik (Mithrsg. und Mitautor), Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2010
-
Gilt das Grundgesetz ewig? Fünf Kapitel zum modernen Verfassungsstaat, Carl Friedrich von Siemens Stiftung, 2009
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Macht und Ohnmacht des Grundgesetzes. Sechs Würzburger Vorträge
zu 60 Jahren Verfassung, (als Hrsg. und Mitautor), Duncker & Humblot, Berlin, 2009 -
Richard Thoma, Rechtsstaat – Demokratie – Grundrechte. Ausgewählte Abhandlungen aus fünf Jahrzehnten (Hrsg. und Autor der Einleitung), Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 2008
-
Grundgesetz-Kommentar (Herausgeber und Mitautor), Mohr Siebeck, Tübingen: Bd. I, 3. Aufl. 2013; Bd. II, 3. Aufl. 2015 (im Erscheinen); Bd. III, 2. Aufl. 2008
-
Lebensschutz und Menschenwürde in der bioethischen Diskussion, 2002
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Die deutsche Staatsrechtslehre in der Zeit des Nationalsozialismus, de Gruyter Verlag, Berlin, 2001
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Hierarchische Verwaltung im demokratischen Staat, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 1991
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Rechtslehre, Staatssoziologie und Demokratietheorie, bei Hans Kelsen, 1986


