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Gesellschaft, Staat und Religion.
Ihr Verhältnis in der Sicht der Weltreligionen
Prof. Dr. Hans Joas
Sendezeit: So. 17.05.2015, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 01.10.2006
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Zum Vortrag
In jüngerer Zeit ist das Thema Religion wieder stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Das liegt einerseits an aktuellen politischen Problemlagen wie Migration oder Islamismus, aber auch an einer tieferliegenden Umstellung der intellektuellen Strömungen.
In welchem Verhältnis stehen die großen Religionen zu Staat und Gesellschaft?
Hans Joas entwickelt die Fragen, die diesbezüglich an alle Weltreligionen gerichtet werden müssen: Welche Idee von Individuum und Gemeinschaft steckt in dieser Religion? Welche Vorstellung über die Gemeinschaft der Gläubigen? Welches Ideal für das Gemeinweisen überhaupt? Und welche geschichtlichen Zusammenhänge bestehen zwischen dieser Religion und der Entwicklung von Staat und Wirtschaft?
Zur Person
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Hans Joas, geb. 1948 in München |
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1968-1972 |
Studium der Soziologie, Geschichte und Philosophie an der Universität München |
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1979 |
Promotion an der Freien Universität Berlin |
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1979-1983 |
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin |
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1980-1981 |
Vertretung einer Professur am Soziologischen Seminar der Universität Tübingen |
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1981 |
Habilitation an der Freien Universität Berlin |
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1984-1987 |
Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin |
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1987-1990 |
Professor am Institut für Soziologie der Universität Erlangen-Nürnberg |
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1990-2002 |
Professor am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin |
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Seit 1998 |
Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften |
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Seit 2000 |
Professor am Department of Sociology der Universität von Chicago, Member oft he Committee on Social Thought |
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2002-2011 |
Max-Weber-Professor an der Universität Erfurt, Leiter des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien |
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2011-2014 |
Fellow am Freiburger Institute for Advanced Studies |
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Seit 2014 |
Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin |
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Sind die Menschenrechte westlich? Kösel Verlag, München, 2015
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Die lange Nacht der Trauer. Erzählen als Weg aus der Gewalt? Psychosozial Verlag, Gießen, 2015
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Was ist die Achsenzeit? Eine wissenschaftliche Debatte als Diskurs über Transzendenz, Schwabe Verlag, Basel, 2014
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Glaube als Option: Zukunftsmöglichkeiten des Christentums, Herder Verlag, Freiburg, 2012
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Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2011
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Religion und die umstrittene Moderne (zus. mit José Casanova), Kohlhammer Verlag, Stuttgart, 2010
(Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur; Band 19) -
Kriegsverdrängung. Ein Problem in der Geschichte der Sozialtheorie (zus. mit Wolfgang Knöbl), Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2008
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Die kulturellen Werte Europas (Hrsg. zus. mit Klaus Wiegandt), Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2005
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Braucht der Mensch Religion?, Herder Verlag, Freiburg, 2004
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Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2004
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Was sind religiöse Überzeugungen? (Hrsg.), Wallstein Verlag, Göttingen 2003
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Kriege und Werte. Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Velbrueck Verlag, Weilerswist, 2000
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Die Entstehung der Werte, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1997


