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Roß und Reiter.
Oder: Was war die Pferdewissenschaft?
Prof. Dr. Ulrich Raulff
Sendezeit: So. 14.02.2016, 7.30h
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Zum Vortrag
Von Sammlern hoch geschätzt, von der Wissenschaft und der Historie vergessen: Die Literatur über die Zähmung und Züchtung des Pferdes, seine Natur, seine Medizin, seine Schönheit und seinen Wert beschäftigte im Verlauf des achtzehnten und bis weit ins neunzehnte Jahrhundert hinein zahlreiche Federn. Eine Fülle von Monographien, Enzyklopädien und Zeitschriften, die zeitweise unter dem Titel „Pferdewissenschaft“ zusammengefasst wurden, beriet, belehrte und unterhielt Züchter, Kenner und Liebhaber. Wie die ebenfalls weitgehend vergessene Pferdemalerei des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts war die Pferdewissenschaft ein europäisches Phänomen, das sich freilich nicht mit einer jüdisch-christlichen, sondern mit einer arabischen Genealogie verband.
Ulrich Raulff verbindet mit dem Blick in eine versunkene Kultur der Hippologie die Erinnerung an die längste Epoche der Geschichte: das Pferdezeitalter. Von den Zeitgenossen unbemerkt, neigte es sich bereits damals, auf dem Höhepunkt der Pferdewissenschaft, seinem Ende zu.
Zur Person
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Ulrich Raulff, geboren 1950 in Hülseberg bei Meinerzhagen, Westfalen |
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Studium der Philosophie und der Geschichte |
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1977 |
Promotion an der Universität Marburg |
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1978-1979 |
Angestellter des Goethe Instituts Paris |
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1979-1993 |
freiberuflich tätig als Übersetzer und Mitarbeiter mehrerer deutscher Verlage, Zeitungen und Sender der ARD; daneben Fortsetzung der wissenschaftlichen Tätigkeit |
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1994-1997 |
Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung |
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1995 |
Habilitation an der Humboldt-Universität Berlin |
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1997-2001 |
Feuilletonchef der FAZ |
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2001-2004 |
Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung |
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Seit November 2004 Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach |
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Ausgewählte Veröffentlichungen
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Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung, C.H. Beck Verlag, München, 2015
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Wiedersehen mit den Siebzigern. Die wilden Jahre des Lesens, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2014
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Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben, C.H. Beck Verlag, München, 2009
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Vom Künstlerstaat. Ästhetische und politische Utopien (Hrsg.), Hanser Verlag, München, 2006
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Briefe aus dem 20. Jahrhundert (Hrsg. zus. mit A. Bernhard), Suhrkamp Verlag, Frankfurt /Main, 2005
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Wilde Energien. Vier Versuche zu Aby Warburg, Wallstein-Verlag, Göttingen, 2003
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Der unsichtbare Augenblick. Zeitkonzepte in der Geschichte, Wallstein-Verlag, Göttingen,1999
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Ein Historiker im 20. Jahrhundert Marc Bloch, S. Fischer Verlag, Frankfurt /Main, 1995


