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Grenzen
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer
Sendezeit: So. 27.11.2016, 7.30h
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Zum Vortrag
„Ohne Grenzen gibt es kein Miteinander, ohne Differenz keine Erkenntnis: Wer als Mensch wissen will, wer er ist, muss wissen, von wem er sich unterscheidet“, schreibt Konrad Paul Liessmann in seinem Essay „Lob der Grenze“. Im Windschatten der Globalisierung hat sich unser Blick auf die Welt verändert. Neue Räume tun sich auf, Verbindungs- und Vernetzungswege treten ins Zentrum. Räumliche, aber auch gedankliche Grenzlinien, die seit Jahrhunderten als unberührbar galten, werden überschritten. Gleichzeitig werden andere Grenzen neu gezogen und zum Teil vehement verteidigt. Und in Zeiten von Migration und Flüchtlingswellen scheinen Mauern und Zäune noch immer die Ultima Ratio zu sein.
Jürgen Wertheimer lotet in diesem Vortrag anhand verschiedener Texte von Kafka über Joseph Roth bis Herta Müller das Prinzip „Grenze“ aus.
Zur Person
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Jürgen Wertheimer, geboren 1947 in München |
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1969-1973 |
Studium der Germanistik, Komparatistik, Anglistik und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Siena und Rom |
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1984/85 |
Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Neuere deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft) |
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1986/87 |
Ernennung zum Professeur associé für "Littérature allemande" an der Universität Metz |
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1987 |
Vertretung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Roger Bauer (Neuere deutsche Literaturgeschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU) |
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1988 |
Ruf auf eine Fiebiger-Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an die Universität Bamberg |
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1991 |
Berufung auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik, Universität Tübingen |
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1994/95 |
Professeur invité an der Université Paris 8 |
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1996-2004 |
Organisator der Tübinger Poetik-Dozentur |
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2004-2006 |
Forum der Welt-Literaturen |
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seit 2008 |
Mitinitiator des Kooperationsprojekts „Werte Welten“ in Tübingen |
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2013 |
«Prix international de la Laïcité» verliehen vom Comité Laïcité République, Paris |
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2015 |
Emeritierung |
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Don Quijotes Erben. Die Kunst des europäischen Romans: Stationen des europäischen Romans, Konkursbuchverlag, Tübingen, 2013
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Normen, Standards, Werte - was die Welt zusammenhält (zus. mit Heinz-Dieter Assmann und Frank Baasner), Nomos Verlag, Baden-Baden, 2012
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Szene & Tribunal – Orte der „Wertschöpfung“? Schriftenreihe Wertewelten Bd. 2. (Hrsg. zus. mit Heinz-Dieter Assmann und Frank Baasner), Nomos Verlag, Baden-Baden 2011
-
Kulturen des Dialogs. Schriftenreihe Wertewelten Bd. 1. Hrsg. von Heinz-Dieter Assmann, Frank Baasner und Jürgen Wertheimer. Baden-Baden 2010
-
Die Venus aus dem Eis. Wie vor 40 000 Jahren unsere Kultur entstand. (zus. mit Nicholas J. Conrad), Albrecht Knaus, München, 2010
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Als Maria Gott erfand, Pendo Verlag, München, 2009 (Roman)
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Sisyphos & Bumerang. Zwischenberichte, Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen, 2006
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Schillers Spieler und SchurkenKonkursbuchverlag, Konkursbuchverlag, Tübingen, 2005
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Abenteuer Alltag. Europäische Romane von Cervantes bis Zola, Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2004
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Krieg der Wörter. Die Kulturkonfliktslüge, LiteraturWissenschaft.de, Marburg, 2003
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Konfliktherd Toleranz? Analysen, Sondierungen, Klarstellungen (Hrsg. mit Michael Kessler und Wolfgang Graf Vitzthum), Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2002
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Du wachst auf, und der Albtraum beginnt ... Europäische Romane des 20. Jahrhunderts. Stauffenburg Verlag, Tübingen, 2002
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Zeichen lesen. Lese-Zeichen. Kultursemiotische Vergleiche von Leseweisen in Deutschland und China (Hrsg. mit Susanne Göße), Stauffenburg Verlag, Tübingen, 1999
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Don Juan und Blaubart. Erotische Serientäter in der Literatur, C.H. Beck Verlag, München, 1999
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"Der Güter gefährlichstes, die Sprache". Zur Krise des Dialogs zwischen Aufklärung und Romantik (Hölderlin, Diderot, Rousseau), Fink Verlag, München, 1990
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Dialogisches Sprechen bei Stefan George. Formen und Wandlungen, Fink Verlag, München, 1978


