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Deutschland, Frankreich und der Aufbau Europas
Ein Blick auf unsere gemeinsame Geschichte
Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix
Sendezeit: So. 02.04.2017, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 20.01.2013
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Zum Vortrag
Der gemeinsame Beitrag Frankreichs und der Bundesrepublik zum Aufbau Europas seit der Nachkriegszeit war Bestandteil eines Annäherungsprozesses, der auch als Aussöhnung von ehemaligen Erbfeinden bezeichnet wurde. Der europäische Aufbau ist ohne die deutsch-französische Zusammenarbeit nicht zu denken. Er war aber keineswegs nur ein Produkt dieser einmaligen Kooperation, sondern umgekehrt auch ein Beschleuniger der deutsch-französischen Verständigung. Im Laufe der Jahre waren die Beweggründe und Faktoren des gemeinsamen Unternehmens vielfältig. Angesichts der aktuellen Herausforderungen auf europäischer Ebene ist es nützlich, die deutsch-französische Zusammenarbeit historisch einzuordnen. Hélène Miard-Delacroix erklärt in diesem Vortrag, wie sich optimistischer Voluntarismus und Realpolitik in der Entwicklung der beiden Länder verschränkt haben, und wie die besondere Logik dieser Kooperation heute zum gemeinsamen Handeln zwingt.
Zur Person
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Hélène Miard-Delacroix, geboren 1959 |
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1977-1985 |
Studium der Fächer Germanistik, Geschichte, Romanistik und Politikwissenschaft in Paris (Ecole Normale Supérieure, Universität Paris-Sorbonne, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut d’Etudes Politiques Paris) |
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1977-1980 |
Classes préparatoires littéraires Lycée Henri 4 Paris |
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1980 |
Absolventin der Grande école École Normale Supérieure Fontenay |
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1983 |
Agrégation d’allemand |
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1985 |
Diplôme d’études approfondies (Master 2) im Fach Internationale Beziehungen an Sciences Po Paris |
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1986-1989 |
Assistentin und lehrende Mitarbeiterin an den Universitäten Rouen und Panthéon-Sorbonne Paris |
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1989 |
Promotion an der Universität Paris-Sorbonne (Partenaires de Choix ? Le chancelier Schmidt et la France 1974-1982) |
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1990-1993 |
Dozentin (Maître de conférences) an den Universitäten Tours, Paris-Sorbonne und Sciences Po Paris |
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2002 |
Habilitation an der Universität Paris-Sorbonne (Question nationale allemande et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante) |
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2004-2008 |
Professorin für Deutschlandstudien mit Schwerpunkt Deutsche Neueste Geschichte an der Ecole Normale Supérieure Lettres et Sciences Humaines in Lyon |
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Seit 2008 |
Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsche Zeitgeschichte an der Universität Paris-Sorbonne (Paris 4) |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- 50 ans de relations franco-allemandes (Hrsg. zus. mit Reiner Marcowitz), Nouveau monde éditions, Paris, 2013
- Willy Brandt, Fayard, Paris, 2013
- Le défi européen. Histoire Franco-allemande de 1963 à nos jours Villeneuve d’Ascq, 2011
- Im Zeichen der Europäischen Einigung. 1963 bis in die Gegenwart. Deutschfranzösische Geschichte Band 11, Darmstadt, 2011
- Wandel und Integration. Deutsch-französische Annäherungen der Fünfziger Jahre - Mutations et intégration. Les rapprochements franco-allemands dans les années cinquante, mit Rainer Hudemann (Hrsg.), München, 2005
- Question nationale et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante, Villeneuve d’Ascq, 2004
- Allemagne, mit Alfred Grosser, Paris, 1994
- Partenaires de choix ? Le Chancelier Helmut Schmidt et la France. Bern, Paris, New York, 1993


